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Frankfurt & Lille

Jetzt bewerben: DGG-Reisestipendien für die Geriatrie-Kongresse 2026

Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) unterstützt den wissenschaftlichen Nachwuchs im Spätsommer 2026 gleich doppelt und vergibt attraktive Reisestipendien für zwei bedeutende Fachkongresse. Zum einen werden zehn Stipendien für den nationalen Gerontologie- und Geriatrie-Kongress vergeben für DGG-Mitglieder in Weiterbildung sowie Forschende unter 35 Jahren mit angenommenem Kongressbeitrag. Zum anderen fördert die DGG die internationale Vernetzung und stellt fünf Stipendien für den europäischen EuGMS-Kongress im französischen Lille bereit. für diese Förderung liegt die Altersgrenze bei unter 40 Jahren. Beide Stipendienprogramme decken einen Kongress-Dauerausweis sowie Reisekosten von bis zu 250 Euro ab. Wer die Chance ergreifen möchte, muss jeweils eine aktuelle Tätigkeitsbescheinigung einer geriatrischen Einrichtung vorlegen und seinen formlosen Antrag per E-Mail bis zum gemeinsamen Bewerbungsschluss am 31. Juli 2026 an die DGG-Geschäftsstelle unter geschaeftsstelle@dggeriatrie.de richten.

Filippo Verri, Prof. Clemens Becker und Prof. Michael Denkinger

Hitze ist für Hochbetagte kein Komfortproblem

Räume verschatten, kalte Speisen wie Melone und Joghurt anbieten, Kühlpacks oder feuchte Tücher nutzen – bei einer mehrtägigen Hitzewelle reicht der gut gemeinte Rat „Trinken Sie mehr!“ nicht aus. So weist die DGG darauf hin, dass hochbetagte und gebrechliche Menschen jetzt besonders auf Unterstützung angewiesen sind, weil sie viele Warnsignale ihres Körpers nicht rechtzeitig wahrnehmen. „Junge Menschen merken: Jetzt brauche ich Schatten oder etwas zu trinken. Viele hochbetagte Menschen denken dagegen nur: Mir geht es nicht gut – und bleiben sitzen.“, weiß Filippo Verri (links) vom Institut für Geriatrische Forschung der Universität Ulm. „Angehörige, Nachbarn und Pflegekräfte müssen hier das Handeln übernehmen.“

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European Geriatric Medicine Specialty Exam (EGeMSE)

Europäische Facharztprüfung Geriatrie: Anmeldung ab 1. Juli möglich

Die Anmeldung zur dritten Pilotprüfung des European Geriatric Medicine Specialty Exam (EGeMSE) ist vom 1. Juli bis 19. August 2026 möglich. Das EGeMSE ergänzt die nationalen Weiterbildungs- und Prüfungsstrukturen und bietet die Möglichkeit, geriatrisches Fachwissen auf europäischer Ebene nachzuweisen. Die europaweite Facharztprüfung findet am 21. Oktober 2026 erstmals in zertifizierten Prüfungszentren als computergestützte Präsenzprüfung statt.

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Prof. Christian Karagiannidis

Versorgung älterer Menschen neu denken: Warum die Geriatrie stärker ambulant werden muss

Wie kann die Versorgung älterer Menschen künftig gelingen, wenn immer mehr Hochaltrige auf medizinische und pflegerische Hilfe angewiesen sind – gleichzeitig aber Kliniken unter massivem Druck stehen? Mit dieser hochaktuellen Frage beschäftigt sich der Internist und Intensivmediziner Prof. Christian Karagiannidis, ehemaliges Mitglied der Regierungskommission Krankenhaus und Mitglied des Expertenrats Gesundheit und Resilienz der Bundesregierung. In einer Keynote beim diesjährigen gemeinsamen Jahreskongress der DGG und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) geht es um konkrete Lösungsansätze für eine sektorenübergreifende geriatrische Versorgung.

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Keynote-Speaker 2026

Acht internationale Keynote-Speaker thematisieren gesellschaftliche Zukunftsfragen in Frankfurt

Von Hirngesundheit und Muskelkraft bis hin zu Klimawandel, Langlebigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt: In einer globalen Zeit des Wandels werden acht internationale Keynote-Speaker die zentralen Fragen der Zukunft aus Sicht der Geriater und Gerontologen beim gemeinsamen Kongress in Frankfurt aufgreifen. Während die Geriatrie vor allem aktuelle Entwicklungen in Diagnostik, Therapie und Versorgung älterer Menschen beleuchtet, richtet die Gerontologie ergänzend dazu den Blick besonders auf die biologischen, gesellschaftlichen und kulturellen Dimensionen des Alterns. Der Kongress der DGG und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) findet vom 23. bis 26. September auf dem Campus Westend der Universität Frankfurt am Main statt.

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EuGMS-Kongress in Lille

DGG vergibt fünf Reisestipendien für den EuGMS-Kongress in Lille

Neben den Reisestipendien zum eigenen Kongress nach Frankfurt vergibt die DGG auch wieder fünf Stipendien für den EuGMS-Kongress nach Lille in Frankreich – Reisekosten und Dauerticket inklusive. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr mit mehr als 2.000 Teilnehmenden werden vom 16. bis 18. September wieder Geriatrie-Expertinnen und -Experten aus mehr als 60 Ländern erwartet. Nutzen Sie diese Chance, sich international zu vernetzen! Bewerbungsschluss ist der 31. Juli.

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Goldenes Ehrenzeichen für Professorin Katharina Pils

Goldenes Ehrenzeichen für Professorin Katharina Pils

Anfang Mai wurde der geschätzten Kollegin aus Österreich, Frau Prim. Prof. Dr. med. Katharina Pils (Mitte), feierlich das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien verliehen. Die Generaldirektorin des Wiener Gesundheitsverbundes, Mag. Dr. Evelyn Kölldorfer-Leitgeb (links) und der amtsführende Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport, Peter Hacker (rechts), überreichten die hohe staatliche Auszeichnung zur Würdigung ihrer herausragenden Leistungen rund um die medizinische Versorgung älterer Menschen in Wien und über die Landesgrenzen hinaus. Als langjährige Institutsvorständin und Chefärztin hat Professorin Pils die medizinische Versorgung geriatrischer Patientinnen und Patienten maßgeblich geprägt und weiterentwickelt.

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Portraits von Prof. Michael Denkinger, Prof. Markus Gosch und Prof. Katrin Singler

24 statt 18 Monate: Deutscher Ärztetag beschließt Stärkung der geriatrischen Weiterbildung

Wichtige Anpassung der Musterweiterbildungsordnung: Die Zusatz-Weiterbildung (ZWB) Geriatrie wird von bislang 18 auf künftig 24 Monate erweitert. Das hat der Deutsche Ärztetag Mitte Mai in Hannover beschlossen. Die DGG sieht in der Reform einen wichtigen Schritt hin zu einer modernen, qualitativ hochwertigen und zukunftsfähigen Versorgung älterer, multimorbider Menschen in Deutschland und begrüßt die Erweiterung ausdrücklich. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit der ZWB für alle patientennahen Fachdisziplinen geöffnet. „Die Versorgung älterer Menschen erfordert fundierte klinische Kompetenz in Innerer Medizin, Neurologie, Pharmakotherapie, Akutmedizin und Rehabilitation“, kommentiert DGG-Präsident Prof. Michael Denkinger die Neuerungen. „Dies ist aus unserer Sicht mit 24 Monaten Weiterbildung viel besser möglich.“

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