Professor Hans Jürgen Heppner

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder,

das Jahr endet für uns Geriater mit einem gut sichtbaren Erfolg: Die Bundespressekonferenz zur Alterstraumatologie mit der Vorstellung des aktuellen Weißbuchs löste viel fachliches und journalistisches Interesse aus – mit Wirkung in die überregionale Presse hinein. Das Weißbuch führt die wichtigsten Schritte einer guten Versorgung von älteren Patienten mit Knochenbrüchen auf. In diesem Zusammenhang wurde auch die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Studie „Prävention, Therapie und Rehabilitation osteoporotischer Frakturen in benachteiligten Populationen“ (PROFinD) vorgestellt. Es konnte klar gezeigt werden, dass Morbidität und Mortalität durch das ortho-geriatrische Co-Management deutlich gesenkt werden. Besonders den Schulterschluss mit der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) ist hier ein Schritt in die richtige Richtung, um die weitere Annäherung zu festigen.

Wir wollen diesen Fahrtwind jetzt nutzen, um auch andere Fachdisziplinen fester für uns zu gewinnen. Sei es die Neurologie, die die Aspekte in der Geriatrie zunehmend wissenschaftlich beleuchtet, die Kardiologie, die gerade im Begriff ist, eine Arbeitsgruppe Geriatrie in ihrer Fachgesellschaft in Zusammenarbeit mit uns zu etablieren, oder die Urologie mit der eingeordneten Professur für die urologischen Besonderheiten beim geriatrischen Patienten am Lehrstuhl Geriatrie der Universität Witten/Herdecke.

Dies erfolgt natürlich nicht ohne die enge Absprache mit dem Bundesverband Geriatrie. Das nächste Gespräch ist schon anberaumt, und ich werde Sie selbstverständlich auf dem Laufenden halten.

Damit klingt ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr, sowohl für den Vorstand als auch für Sie, aus. Drei große Kongresse (DGIM, DGGG/DGG und EuGMS) haben unser aller Einsatz gefordert, und es war ein voller Erfolg: hohe Teilnehmerzahlen, interessante Themen, kollegiale Atmosphäre und viele Aktivitäten aller Mitglieder. In der Tat waren unsere Bemühungen zur Verbesserung der Qualifizierung in der Geriatrie und der Versuch, den Facharztstatus zu erreichen, nicht so erfolgreich, wie wir uns das gewünscht haben, aber wir werden nicht nachlassen, unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Zum Schluss möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass die Planungen für unseren nächsten DGG-Jahreskongress in Frankfurt am Main 2019 schon anlaufen. Die ersten Themengebiete sind gesetzt, und ich möchte Sie ganz herzlich einladen, mir Ihre Ideen und Ihre Anregungen mitzuteilen, damit wir ein interessantes Programm – auf Ihre Wünsche zugeschnitten – zusammenstellen können.

Auf bald!

Herzlichst,
Ihr Hans Jürgen Heppner