Professor Hans Jürgen Heppner, Quelle HELIOS Klinikum

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Mitglieder,

die besten Wünsche für das neue Jahr möchte ich Ihnen im ersten DGG-Newsletter in 2020 mit auf den Weg geben. Ich hoffe, Sie haben die Festtage gut verbracht und die Zeit zwischen den Feiertagen nicht nur genutzt, um Liegengebliebenes abzuarbeiten…
Im Jahr 2020 werden uns Geriater wichtige Entscheidungen und deren konkreten Ausgestaltungen beschäftigen. So hat zum Beispiel der Gemeinsame Bundesausschuss im November 2019 Vorgaben für die schnellere Versorgung von geriatrischen Patienten mit hüftnaher Fraktur beschlossen und dafür interdisziplinäre Zusammenarbeit vorgeschrieben – ein beachtlicher Erfolg! Bleibt jetzt zu hoffen, dass die Ausführungsbestimmungen entsprechend mit geriatrischen Inhalten für eine flächendeckende Umsetzung gefüllt werden.

Auch der Medizinische Dienst, seit 1. Januar 2020 eine Behörde, hat einen ganzen neuen Aufgabenkatalog zusammengestellt und wird uns wahrscheinlich im laufenden Jahr mit vielen Strukturprüfungen beschäftigen. Dadurch wird auch nach außen sichtbar, wie viel gute Geriatrie bereits in den Kliniken geleistet wird. Dennoch bleibt abzuwarten, und ob uns unvorhergesehene Anforderungen nicht erneut aus der Bahn werfen können.

Wie werden sich zudem die Änderungen im DRG-System auswirken, wenn nun der Kostenanteil für die Pflege im Krankenhaus aus der bisherigen Standard-DRG herausgerechnet wird? Zusammen mit dem Bundesverband Geriatrie erarbeiten wir hier derzeit sinnvolle Lösungsstrategien. 2020 wird insgesamt ein entscheidendes Jahr, was das Finanzierungssystem von Krankenhäusern angeht.

Es werden aufregende Zeiten. Umso wichtiger ist der DGG der Austausch mit ihren Mitgliedern. Bleiben Sie daher aufmerksam und berichten Sie dem Vorstand über die DGG-Geschäftsstelle von Unwägbarkeiten! Wir unterstützen Sie jederzeit gerne.

Herzlichst,
Ihr Hans Jürgen Heppner

Foto: Prof. Dr. Hans Jürgen Heppner, Quelle: HELIOS Klinikum