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Zusatzweiterbildung Geriatrie: DGG fordert Erweiterung auf 24 Monate
Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) setzt sich für eine Erweiterung der Zusatzweiterbildung (ZWB) Geriatrie mit einer Verlängerung von 18 auf 24 Monate ein. Hierfür soll ein neues, differenziertes Curriculum auf dem Ärztetag in Hannover Mitte Mai vorgestellt und beschlossen werden. „Zwei Gründe sind für unsere Forderung ausschlaggebend“, erklärt DGG-Präsident Prof. Michael Denkinger, Ärztlicher Direktor der Geriatrischen Akut- und Rehaklinik der Agaplesion Bethesda Kliniken Ulm. „Erstens: Zukünftig wird die ZWB Geriatrie für jeden Facharzt geöffnet werden. Das wird beim kommenden Ärztetag so beschlossen. Und zweitens ist in der EU und weltweit nach Daten der WHO die geriatrische Weiterbildung auf mindestens vier Jahre festgelegt“, unterstreicht der DG-Präsident. Mit einer Erweiterung auf zwei Jahre könne sich Deutschland zumindest an die weltweiten und europäischen Qualitätskriterien annähern und das Curriculum auf einen aktuellen Stand bringen. „Das ist absolut zwingend notwendig!“
Das neue Curriculum soll die bisherige Weiterbildung in Richtung einer umfassenden klinischen Kompetenz für multimorbide ältere Patientinnen und Patienten erweitern. Besonderen Wert legt die DGG auf die Aufnahme folgender Themenschwerpunkte:
- Assessment,
- Ultraschall- und POCUS-Kompetenzen,
- Behandlung geriatrischer Leitsyndrome,
- neurologische und internistische Differenzialdiagnostik,
- strukturierte Pharmakotherapie bei Multimedikation sowie
- interprofessionelle Steuerung von Rehabilitation und Versorgung.
ZWB muss auch nicht-internistisch weitergebildeten Ärztinnen und Ärzten sämtliche geriatrischen Kompetenzen vermitteln
Damit die wachsende Zahl älterer Patientinnen und Patienten weder unter- noch übertherapiert werde, brauche es die um ein halbes Jahr verlängerte Weiterbildung. Für die Kliniken mit Weiterbildungsermächtigung sei die Verlängerung kein Problem, ist die DGG überzeugt. Auch sei man sich sicher, dass Ärztinnen und Ärzte die sechsmonatige Verlängerung nicht schrecken würde – im Gegenteil!
„Die ZWB Geriatrie muss zukünftig auch nicht-internistisch weitergebildete Kolleginnen und Kollegen in die Lage versetzen, die Basics einer Akutgeriatrie mit schweren internistisch-neurologischen Notfällen zu beherrschen“, betont DGG-Präsident Denkinger. Zusammen mit typischen ZWB-Anteilen aus der Inneren Medizin, Neurologie und Allgemeinmedizin, aber auch der Psychiatrie, könnten damit europäisch vergleichbare Qualitätsstandards erreicht und geriatrische Patientinnen und Patienten gut versorgt werden.
„Eigentlich kann es gegen einen solchen sehr integrativen und für alle offenen Vorschlag keine Gegenstimmen geben“, wirbt Denkinger für eine breite Anerkennung dieser bereits von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), des Bundesverbands Deutscher Internistinnen und Internisten (BDI) sowie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) getragenen Initiative.
DGG bittet Delegierte sich zu melden
Die DGG bittet alle DGG-Mitglieder, die als Delegierte beim Ärztetag in Hannover anwesned sind, Kontakt mit Frau Dr. Charlotte Hillmann aufzunahmen. Schreiben Sie hierzu bitte einfach eine kurze E-Mail an: Charlotte.Hillmann@jsd.de
Foto: Agaplesion Bethesda Klinik
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