Geriatrie – Brücke zwischen Generalisten und Spezialisten | On-Demand-Angebot bis 30. November 2021 auf der Kongress-Website

(01.09.2021) Rund 800.000 alterstraumatologische osteoporotische Verletzungen und 170.000 hüftgelenksnahe Frakturen bei vornehmlich älteren Menschen wurden allein im vergangenen Jahr in Deutschland verzeichnet. Diese Zahlen werden aufgrund der demografischen Entwicklung in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Sie sind nur ein Indikator dafür, wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Unfallchirurgen und Geriatern für eine gute Patientenversorgung ist. Professor Ulrich Christoph Liener, Ärztlicher Direktor der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie am Marienhospital Stuttgart, ist einer der führenden Mediziner im Bereich Alterstraumatologie. Auf welche Schwerpunkte er im Rahmen seiner morgigen Keynote beim DGG-Kongress eingehen wird, stellt er jetzt im Video vor.

Person klappt Laptop auf

(01.09.2021) Morgen startet der Online-Kongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Wer sich bisher noch nicht angemeldet hat, kann dies nun noch entspannt nachholen – auch die Anmeldung am jeweiligen Kongresstag ist online möglich. Die Freischaltung zur virtuellen Kongress-Plattform geschieht innerhalb von 15 bis 30 Minuten. Dabei zu sein lohnt sich: Bis zum 4. September werden viele relevante und hoch aktuelle Themen der Altersmedizin diskutiert. International renommierte Keynote-Speaker präsentieren den aktuellen Stand der Forschung. Und los geht es morgen mit etwas ganz Neuem: erstmals überhaupt wird der „DGG-Preis für das Lebenswerk“ verliehen. Wer den erhält? Schauen Sie online rein ab 14 Uhr. Jetzt unkompliziert anmelden und dabei sein!

Prof. Dr. Rainer Dziewas

(19.08.2021) Im Alter steigt das Risiko, eine Schluckstörung zu entwickeln, drastisch an: Bei mehr als 50 Prozent der Pflegeheimbewohner und rund 70 Prozent aller im Krankenhaus behandelten geriatrischen Patienten treten altersabhängig bedingte Veränderungen des Schluckaktes (Presbyphagie) auf – mit möglichen Folgen wie Pneumonie, Mangelernährung oder Dehydratation. Das Bewusstsein und Wissen darüber hat in der medizinischen Fachwelt in den letzten Jahren stark zugenommen. Einen wichtigen Beitrag zu dieser erfreulichen Entwicklung leistet Deutschlands führender Dysphagie-Experte Professor Dr. Rainer Dziewas (Foto), Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation am Klinikum Osnabrück. Der renommierte Neurologe hat unter anderem wesentlich bei der Erstellung eines Curriculums zur flexiblen endoskopischen Evaluation des Schluckakts (FEES) beigetragen, das gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), der Deutschen Schlaganfallgesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) entwickelt wurde. Wie sich mit FEES und anderen Diagnose-Tools individuelle Schluckmuster erkennen und darauf aufbauend adäquate therapeutische Strategien auswählen lassen, zeigt Dziewas in seiner Keynote-Lecture beim Online-Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) vom 2. bis 4. September 2021.

(13.08.21) Einen ersten Vorgeschmack auf die spannenden Themenkomplexe und vielseitigen Vorträge des Online-Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) gibt Prof. Rainer Wirth (Foto) in seinem Begrüßungsvideo. „Ich bin mir sicher, unser Online-Format wird Sie begeistern! Ohne Reisestress und zur Hälfte des üblichen Preises. Sie bekommen viel mehr Kongress – mit einem geringeren Aufwand“, so der Kongresspräsident vor laufender Kamera. Der virtuelle Kongress spiegele das volle Spektrum des Fachgebietes auf höchstem Niveau wider.

Prof. Nathalie von der Velde

(27.07.2021) Stürze sind die Hauptursache für Verletzungen und verletzungsbedingte Todesfälle bei älteren Menschen – maßgeblichen Anteil daran haben auch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente: Rund 90 Prozent aller Sturz-Patienten nehmen sogenannte „Fall risk increasing drugs“, kurz FRIDs, ein, die zum Beispiel zur Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen oder Depressionen verschrieben wurden. Die Gründe dafür, warum FRIDs im klinischen Alltag dennoch zu selten abgesetzt bzw. ihre Einnahme nicht modifiziert wird, sind vielfältig: Zum Beispiel Unwissenheit über FRIDs sowie die Neigung, positive Effekte bei Medikamenten zu überschätzen, aber auch negative Effekte zu unterschätzen. Und vor allem: fehlende Leitlinien zu diesem Thema. Zudem sind medikamentöse Nebenwirkungen höchst individuell. Klare und strukturierte Guidelines und Vorhersagemodelle für den klinischen Alltag zu schaffen, die sturzgefährdete ältere Menschen identifizieren helfen und individuelle Sturzprophylaxe ermöglichen – das ist das Forschungsziel von Prof. Nathalie van der Velde (Foto), Geriaterin am Amsterdam University Medical Center (AMC). Als Leiterin der Task & Finish Group on FRIDs der Europäischen Gesellschaft für Geriatrische Medizin (EuGMS) hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, diese wichtige Forschung auch europaweit zu fördern, zu optimieren und zu harmonisieren. Das Deprescribing Tool STOPPFalls, eine der aktuellen Errungenschaften dieser Forschungsgruppe, kann Geriatern im Alltag eine wertvolle Entscheidungshilfe zur Medikation von Patienten bieten. Dieses Tool sowie weitere spannende Resultate und Erfahrungen aus ihrer Forschungsarbeit wird van der Velde ihm Rahmen ihrer Keynote-Lecture beim Online-Jahreskongress 2021 der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) vom 2. bis 4. September 2021 vorstellen.

Prof. Dr. med. Ulrich Christoph Liener

(22.07.2021) Rund 800.000 alterstraumatologische osteoporotische Verletzungen und 170.000 hüftgelenksnahe Frakturen bei vornehmlich älteren Menschen wurden allein im letzten Jahr in Deutschland verzeichnet. Diese Zahlen werden aufgrund der demografischen Entwicklung in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Sie sind nur ein Indikator dafür, wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Unfallchirurgen und Geriatern für eine gute Patientenversorgung ist. Prof. Dr. med. Ulrich Christoph Liener (Foto), Ärztlicher Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Marienhospital Stuttgart, ist einer der führenden Mediziner im Bereich Alterstraumatologie mit über 20 Jahren Erfahrung. Er hat unter anderem das erste Weißbuch Alterstraumatologie miterstellt, dessen zweite Ausgabe derzeit in Arbeit ist. Beim Online-Jahreskongress 2021 der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) vom 2. bis 4. September 2021 stellt er in seiner Keynote „Unfallchirurgie beim geriatrischen Patienten – modernes Handwerk mit Grips und Technik“ Meilensteine aus zwei Jahrzehnten Alterstraumatologie vor.