Claire Steves

(07.06.2021) In der öffentlichen Debatte wird das Thema Long-COVID derzeit vor allem im Zusammenhang mit Menschen unter 60 Jahren diskutiert. Doch auch viele ältere Menschen leiden unter den Langzeitfolgen, wie Geriater im klinischen Alltag erleben. Das wirft viele wichtige Forschungsfragen auf, zum Beispiel: Wie wirkt sich die Langzeiterkrankung auf den Alterungsprozess der über 60-Jährigen aus? Welche Mechanismen liegen diesem Prozess zugrunde? Wie kann die Immunantwort bei älteren, gebrechlichen Menschen gestärkt werden? Was lässt sich daraus für den Umgang mit anderen Infektionskrankheiten lernen? Dr. Claire Steves (Foto), Clinical Senior Lecturer am King's College London und Consultant Geriatrician am Guys and St Thomas's NHS Foundation Trust, sucht nach Antworten auf diese Fragen, indem sie Zwillinge im größten Zwillingsregister Großbritanniens untersucht. In ihrem mit Spannung erwarteten Hauptvortrag auf dem Online-Jahreskongress 2021 der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) vom 2. bis 4. September 2021 wird sie die ersten Ergebnisse dieser potenziell wegweisenden Forschung vorstellen.

Prof. Dr. Rainer Wirth

Ein überaus abwechslungsreiches und interdisziplinär gestaltetes Programm, hochkarätige nationale und internationale Keynote Speaker und ein Veranstaltungsformat, das sich einfach und flexibel auch ohne Präsenz verfolgen lässt: Der Online-Kongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) vom 2. bis 4. September 2021 unter dem Motto „Geriatrie – Brücke zwischen Generalisten und Spezialisten“ ist ein Highlight der Altersmedizin. „An den drei Tagen können die Teilnehmer viel mehr Kongress erleben als üblich“, sagt Kongresspräsident Prof. Dr. Rainer Wirth (Foto). „Denn es wird vier parallel ablaufende Veranstaltungsstränge geben, die aufgezeichnet und den Kongressteilnehmern anschließend on demand zur Verfügung gestellt werden.” Die Anmeldung ist bis zum September über die Kongress-Website möglich.

Allein 24 Vortragssymposien wird es geben – und die werden dem Anspruch auf Interdisziplinarität mehr als gerecht. Ein Symposium beschäftigt sich beispielsweise mit den Zusammenhängen von kognitiven Störungen und Hörverlust. HNO-Ärzte und Geriater werden hier aktuellste wissenschaftliche Ergebnisse diskutieren. Oder das Symposium über hochspezifische Trainings zur Verminderung des Sturzrisikos: Hier werden innovative Trainingsmethoden vorgestellt, wie zum Beispiel ein programmierbares Pertubationslaufband, das unangekündigte Stolpersituationen simulieren kann, und auf dem der gesicherte Patient somit sehr lebensnah trainiert. 

PD Dr. Dr. Andrej Zeyfang

(26.05.2021) Seit dem 25. März 2021 gibt es eine überarbeitete, zweite Auflage der Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) Typ-2-Diabetes, an deren Erstellung auch die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) maßgeblich beteiligt war. Wesentliche Neuerungen betreffen die medikamentöse Therapie des Glukosestoffwechsels sowie die partizipative Entscheidungsfindung und Teilhabe der Patienten in allen relevanten Lebenssituationen. PD Dr. Dr. Andrej Zeyfang (Foto), Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Altersmedizin, Diabetologie und Palliativmedizin der medius Klinik Ostfildern-Ruit und Leiter der AG Diabetes der DGG, brachte zusammen mit PD Dr. Anke Bahrmann, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Geriatrie und Pflege der Deutschen Diabetesgesellschaft, wichtige Inputs für den älteren Menschen mit Typ-2-Diabetes ein.

(05.05.2021) Der DGG-Vorstand hat gestern entschieden: Der 33. DGG-Kongress vom 2. bis 4. September 2021 wird – vor dem Hintergrund der aktuellen COVID-19-Infektionslage in Deutschland – als reines Online-Format veranstaltet. „Natürlich wäre es schön gewesen, die Kolleginnen und Kollegen auf einer Präsenzveranstaltung zu treffen. Aber auch unser virtueller Kongress lohnt sich in jedem Fall: Er wird dieselben spannenden Themen, ebenso Austausch zwischen den Teilnehmenden, ermöglichen. Nicht reisen zu müssen, hat natürlich zeitlich auch viele Vorteile”, sagt Kongresspräsident Professor Rainer Wirth (Foto).

Dr. Anja Kwetkat

(27.04.2021) Die seit dem 1. April 2021 geltende Schutzimpfungs-Richtlinie des Bundesgesundheitsministeriums stellt klar: Gesetzlich Versicherte ab 60 Jahren sollen im Rahmen ihrer Grippeschutz-Impfung den Hochdosis-4-fach-Influenzaimpfstoff erhalten. Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) begrüßt die neue Richtlinie sehr, sieht aber noch weiteres Verbesserungspotenzial.