Verleihung DGG-Förderpreis

(12.09.2018) Den mit 2.000 Euro dotierten DGG-Preis zur Förderung der interdisziplinären Altersforschung erhält in diesem Jahr Eva-Luisa Schnabel vom Psychologischen Institut und Netzwerk Alternsforschung an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Die Psychologin wird für ihren wissenschaftlichen Beitrag „Altersdiskriminierung im Akutkrankenhaus?“ ausgezeichnet. Ihre Arbeit ist in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Geriatrie der Universität Heidelberg entstanden. Darüber hinaus pflegt das Projekt eine intensive Kooperation mit dem Institut für Deutsche Sprache in Mannheim. Im Rahmen des Gemeinschaftskongresses der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) sowie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) in Köln nahm Frau Schnabel die Auszeichnung von Professor Gerald Kolb, Vorsitzender des Preiskomitees und Geriater am Bonifatius Hospital, sowie den beiden Kongresspräsidenten Professorin Dr. Ursula Müller-Werdan und Professor Hans Jürgen Heppner entgegen.

Kongresspräsidenten

(11.09.2018) Der Gemeinschaftskongress der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) und der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) war ein voller Erfolg. Schon die Zahlen sprechen für sich: Insgesamt 1.075 Altersmediziner unterschiedlichster Fachbereiche besuchten an den drei Veranstaltungstagen insgesamt 64 Symposien mit 265 Einzelbeiträgen, 20 Sessions mit insgesamt 96 freien Vorträgen, sieben Lunchsymposien und 141 Poster-Präsentationen sowie sieben Keynote-Lectures und zahlreiche AG-Sitzungen. Viele neue Erkenntnisse und spannende Gespräche entstanden im Rahmen des Leitthemas „Vielfalt des Alterns: biomedizinische und psychosoziale Herausforderungen“. Im Abschlussgespräch ziehen die beiden Kongresspräsidenten Professorin Ursula Müller-Werdan (DGGG) und Professor Hans Jürgen Heppner (DGG) eine positive Kongressbilanz.

Neuer Vorstand der DGG

(07.09.2018) Die Mitglieder haben entschieden: Professor Dr. Hans Jürgen Heppner ist neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Die anwesenden Mitglieder bestätigten gestern in der alle zwei Jahre stattfindenden Vorstandswahl die Kandidatur des President-elect zum Präsidenten. Die kommenden zwei Jahre wird der Lehrstuhlinhaber an der Universität Witten/Herdecke und Chefarzt der Geriatrischen Klinik und Tagesklinik des HELIOS Klinikums Schwelm die Fachgesellschaft führen. „Ich freue mich auf diese wirklich sehr spannende und zudem herausfordernde Aufgabe. Ja, ich nehme die Wahl an!“, so Heppner in der Mitgliederversammlung.

PD Dr. Harald Rittger, Fürth

(04.09.2018) Herz- und Kreislauferkrankungen nehmen mit steigendem Alter zu. Ihre Diagnostik und Therapie gestalten sich bei Hochbetagten zugleich komplizierter, weil sie mit altersbedingten Faktoren wie zum Beispiel Komorbidität einhergehen. Evidenzbasierte Studien über Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurden allerdings bisher meist an jüngeren Patientengruppen durchgeführt, sodass sich die Ergebnisse nicht auf über 80-Jährige übertragen lassen. Welche Maßnahmen notwendig sind, um das zu ändern, und was speziell die interventionelle Kardiologie für Hochbetagte leisten kann, damit beschäftigt sich Privatdozent Dr. Harald Rittger (Foto), Chefarzt der Klinik für Herz- und Lungenerkrankungen am Klinikum Fürth. „Interventionelle Kardiologie bei Hochbetagten“ heißt seine mit Spannung erwartete Keynote beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), der vom 6. bis 8. September 2018 in Köln stattfindet.

Professorin Kristina Norman

(29.08.2018) Im Alter verändert sich die Zusammensetzung des Körpers. Mitunter hat dies sogar Auswirkungen auf das Überleben geriatrischer Patienten, zum Beispiel bei der Sarkopenie. Doch gerade für Betagte und Hochbetagte fehlen validierte Methoden, um das Verhältnis von Fett, Wasser, Knochen und Muskeln im Körper zu bestimmen, sagt Professorin Kristina Norman: „Insbesondere die Muskelmasse in vivo zu messen, ist bei ihnen eine große Herausforderung.“ Die Ernährungswissenschaftlerin forscht an der Charité in Berlin und leitet die Abteilung Ernährung und Gerontologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke. In ihrem Keynote-Vortrag mit dem Titel „Körperzusammensetzung: Messmethoden und Limitationen“ auf dem kommenden Gerontologie- und Geriatrie-Kongress in Köln wird sie einen Überblick über gängige Verfahren geben und deren Anwendbarkeit für die Geriatrie kritisch diskutieren. „Wir müssen insbesondere einfache Methoden bei älteren Patienten validieren. Durch solche Forschung werden sie aufgewertet“, fordert Norman. Der Gemeinschaftskongress der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) sowie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) findet vom 6. bis 8. September an der Universität zu Köln statt.