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Pressemeldungen

20. Juli 2026

Hitze ist wie ein Erdbeben – nur dass ihr Zerstörungspotenzial weitgehend unsichtbar bleibt. Sie hinterlässt keine eingestürzten Häuser. Keine zerstörten Straßen. Keine Bilder, die am nächsten Tag um die Welt gehen. Und doch forderte sie nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) allein bis Ende Juni dieses Jahres bereits mehr als 5.000 Menschenleben – mehr als in den beiden Sommern 2024 und 2025 zusammen. Besonders betroffen sind hochbetagte, gebrechliche und mehrfacherkrankte Menschen. Für die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) zeigen diese Zahlen: Deutschland muss Hitzeschutz neu denken – nicht erst in der Medizin, sondern schon bei der Planung von Pflegeheimen, Kliniken und Wohnraum.

„Wir haben unsere Gebäude jahrzehntelang vor allem darauf optimiert, im Winter möglichst wenig Wärme zu verlieren. Jetzt müssen wir den Wärmeschutz gleichrangig mitdenken und Räume so gestalten, dass sie sich im Sommer auch möglichst wenig aufheizen“, sagt Filippo Maria Verri vom Institut für Geriatrische Forschung der Universität Ulm. Der Altersmediziner mit Public-Health-Hintergrund beschäftigt sich mit einer Frage, die weit über die Geriatrie hinausgeht: Wie müssen Städte, Quartiere und Gebäude künftig gestaltet werden, damit ältere Menschen gesund durch heiße Sommer kommen? Im Forschungsprojekt KLEVER verbindet Verri gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP und der Technischen Hochschule Ulm physiologische Daten mit Raumklimadaten, um praxistaugliche Strategien für Bestands- und Neubauten zu entwickeln.

01. Juli 2026

Räume verschatten, kalte Speisen wie Melone und Joghurt anbieten, Kühlpacks oder feuchte Tücher nutzen – bei einer mehrtägigen Hitzewelle reicht der gut gemeinte Rat „Trinken Sie mehr!“ nicht aus. So weist die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) darauf hin, dass hochbetagte und gebrechliche Menschen jetzt besonders auf Unterstützung angewiesen sind, weil sie viele Warnsignale ihres Körpers nicht rechtzeitig wahrnehmen. „Junge Menschen merken: Jetzt brauche ich Schatten oder etwas zu trinken. Viele hochbetagte Menschen denken dagegen nur: Mir geht es nicht gut – und bleiben sitzen.“, weiß Filippo Verri (links) vom Institut für Geriatrische Forschung der Universität Ulm. „Angehörige, Nachbarn und Pflegekräfte müssen hier das Handeln übernehmen.“

25. Juni 2026

In gut drei Monaten ist es wieder so weit: Der nächste Gemeinschaftskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) öffnet seine Pforten. Die Motivation und die Stimmung könnten besser nicht sein, denn noch nie wurden so viele Abstracts eingereicht oder waren die Keynotespeaker so international wie in diesem Jahr. Die Kongresspräsidenten Prof. Michael Denkinger (DGG, rechts im Bild) und Prof. Hans-Werner Wahl (DGGG, links) verraten im Doppelinterview, welche weiteren Highlights auf die Teilnehmenden warten.

18. Juni 2026

Wie kann die Versorgung älterer Menschen künftig gelingen, wenn immer mehr Hochaltrige auf medizinische und pflegerische Hilfe angewiesen sind – gleichzeitig aber Kliniken unter massivem Druck stehen? Mit dieser hochaktuellen Frage beschäftigt sich der Internist und Intensivmediziner Prof. Christian Karagiannidis, ehemaliges Mitglied der Regierungskommission Krankenhaus und Mitglied des Expertenrats Gesundheit und Resilienz der Bundesregierung. In einer Keynote beim diesjährigen gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) geht es um konkrete Lösungsansätze für eine sektorenübergreifende geriatrische Versorgung.

16. Juni 2026

Von Hirngesundheit und Muskelkraft bis hin zu Klimawandel, Langlebigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt: In einer globalen Zeit des Wandels werden acht internationale Keynote-Speaker die zentralen Fragen der Zukunft aus Sicht der Geriater und Gerontologen beim gemeinsamen Kongress in Frankfurt aufgreifen. Während die Geriatrie vor allem aktuelle Entwicklungen in Diagnostik, Therapie und Versorgung älterer Menschen beleuchtet, richtet die Gerontologie ergänzend dazu den Blick besonders auf die biologischen, gesellschaftlichen und kulturellen Dimensionen des Alterns. Der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) findet vom 23. bis 26. September auf dem Campus Westend der Universität Frankfurt am Main statt.

Pressesprecherin der DGG

Für Interview-Anfragen und Experten-Informationen steht Ihnen Nina Meckel gerne als Ansprechpartnerin zur Seite.

Nina MeckelNina Meckel

Tel.: 089 / 230 69 60 69

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