DGG-President-elect Professor Hans Jürgen Heppner

(31.01.2018) Heute startet die Anmeldephase des größten Kongresses für Geriater und Gerontologen im deutschsprachigen Raum. Erwartet werden am Veranstaltungsort Köln mehr als 1.000 Teilnehmer, darunter hochkarätige Mediziner aus der ganzen Welt. Veranstaltet wird die Jahrestagung gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG). Das zentrale, vielversprechende Kongressthema ist "Vielfalt des Alterns - biomedizinische und psychosoziale Herausforderungen". DGG-President-elect Professor Hans Jürgen Heppner ist neben Professorin Ursula Müller-Werdan von der DGGG Tagungspräsident. Im Interview sprach Heppner über den aktuellen Stand der Planungen, erste Kongressthemen und Programmpunkte, den perfekten Austragungsort Köln und seine Wünsche an alle DGG- und DGGG-Aktiven, die zum Gelingen des Gemeinschaftskongresses beitragen können.

Dr. Anja Kwetkat, Chefärztin der Klinik für Geriatrie am Uniklinikum Jena und Leiterin der AG Impfen

(17.01.2017) Wir sind mitten in der kalten Jahreszeit – und damit inmitten der Grippe-Saison. Insbesondere für ältere Menschen bietet sich hier eine spezielle Schutzimpfung an. Die Arbeitsgruppe Impfen der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) rät Hausärzten, sich speziell mit den Impf-Anforderungen dieser Zielgruppen auseinanderzusetzen. „Hausärzte stehen hier häufig vor der Frage, welcher Impfstoff der hilfreichste ist. Das Alter und die Multimorbidität des Patienten spielen dabei eine große Rolle“, sagt Dr. Anja Kwetkat, Chefärztin der Klinik für Geriatrie am Uniklinikum Jena und Leiterin der AG Impfen (Foto). „Zudem wurde gerade von der Ständigen Impfkommission eine neue Influenza-Impf-Empfehlung publiziert.“

Alte Dame misst Blutdruck

(15.12.2017) Die im November 2017 veröffentlichten niedrigeren Grenzwerte für den Bluthochdruck gefährden ältere Patienten – zumindest bei unkritischer Anwendung. Nach den neuen Empfehlungen amerikanischer Fachgesellschaften gilt jetzt nur noch ein Blutdruck von weniger als 120/80 mm Hg als normal. Bereits ab einem Blutdruck von 130/80 mm Hg liegt ein Bluthochdruck vor.

Die neuen amerikanischen Empfehlungen stützen sich auf aktuelle Untersuchungen, die in der Tat auch für ältere Patienten den Nutzen einer intensiveren Blutdrucksenkung belegen konnten. Die diesbezüglichen Studien wurden sorgfältig durchgeführt und die jeweiligen Ergebnisse sind nachvollziehbar. Das Problem taucht bei der Übertragung der Studienergebnisse auf den älteren Patienten im Praxisalltag auf. Hier sind im Wesentlichen zwei Aspekte zu nennen:

Alter Herr im Auto

(29.11.2017) Eingebrannt hat sich das Bild vom älteren Unfallverursacher schnell. Forderungen, wonach das Autofahren ab einem bestimmten Alter nur noch mit einem Leistungszertifikat oder verpflichtenden Gesundheitschecks erlaubt sein soll, erteilt die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) eine Absage. „Dieses pauschale Vorgehen ist aus medizinischer Sicht grundsätzlich abzulehnen“, sagt Professor Jürgen M. Bauer, DGG-Präsident und Lehrstuhlinhaber an der Universität Heidelberg sowie Ärztlicher Direktor des Agaplesion Bethanien Krankenhaus Heidelberg. Auch Zahlen des ADAC belegen: Menschen ab dem 65. Lebensjahr sind vielmehr gefährdet, als dass von ihnen eine Gefahr ausgeht. 30 Prozent der Verkehrstoten in Deutschland sind 65 Jahre alt und älter. Fast jeder zweite getötete Radfahrer oder Fußgänger fällt in die gleiche Altersklasse. „Was wirklich hilft, sind regelmäßige, freiwillige Gesundheitschecks aus einer geriatrischen Perspektive, bei denen auch Mehrfacherkrankungen, die Medikamentenversorgung und altersbedingte Einschränkungen gezielt untersucht werden“, so Bauer.

DGG-Präsident Professor Jürgen M. Bauer, Preisträger Professor Kilian Rapp, DGG President elect Professor Hans Jürgen Heppner sowie DGG Past-President Privatdozent Dr. Rupert Püllen.

(30.10.2017) Der mit 5.000 Euro dotierte Ehrenpreis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung geht in diesem Jahr an Professor Kilian Rapp, Oberarzt der Klinik für Geriatrische Rehabilitation am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart. Ausgezeichnet wird er für seine herausragende Forschungsarbeit in der Geriatrie. Rapp beschäftigt sich insbesondere mit der Häufigkeit, den Gründen und Konsequenzen von Hüftfrakturen bei Menschen im hohen Lebensalter. Dabei konnte er unter anderem aufzeigen, dass das Frakturrisiko bei Personen mit Pflegebedarf extrem hoch ist. Überreicht wurde der Preis im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG).