Prof. Dr. Dr. Gerald Kolb, Quelle: Bonifatius Hospital Lingen

(06.09.2021) Für jahrzehntelange, herausragende Leistungen in der Altersmedizin hat Professor Dr. Dr. Gerald Kolb (68, Foto), zuletzt fast 30 Jahre Chefarzt der Geriatrie am Bonifatius Hospital Lingen (Ems), den erstmals ausgelobten DGG-Preis für das Lebenswerk erhalten. „Unser interdisziplinär überaus wertgeschätzter Kollege hat in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich dafür gesorgt, dass unser Fachgebiet der Geriatrie jetzt im Mittelpunkt vieler Behandlungen von älteren Patienten steht“, sagt Laudator Professor Hans Jürgen Heppner in seiner Funktion als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Gerald Kolb zeichne sich zudem dadurch aus, dass er die Onkologie und Geriatrie näher zusammengebracht habe – insbesondere auch durch seine intensive wissenschaftliche Arbeit, die viele neue Erkenntnisse hervorgebracht habe. Der Mediziner hat den Preis am vergangenen Donnerstag im Rahmen des DGG-Online-Kongresses in Empfang genommen und eine Special-Lecture zum Thema „Geriatrische Onkologie ist personalisierte Medizin“ gehalten. Kolb betont: „Die Geriatrie braucht verstärkt eigene Grundlagenforschung“.

Der neu gewählte Vorstand der DGG, September 2021

(03.09.2021) Die Mitglieder haben entschieden: Professor Dr. Rainer Wirth (Foto oben links) ist neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Die digital anwesenden Teilnehmer der Online-Mitgliederversammlung bestätigten gestern Abend die Kandidatur des President-elect zum Präsidenten. Die kommenden zwei Jahre wird der Lehrstuhlinhaber an der Ruhr-Universität Bochum und Direktor der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation am Marien Hospital Herne die Fachgesellschaft führen. „Ja, ich nehme die Wahl an und freue mich wirklich sehr, die bevorstehenden Herausforderungen unseres Faches und unserer Fachgesellschaft mit Ihnen zusammen anzugehen!“, so Wirth in der Mitgliederversammlung.

Keynote-Sprecher Claire Steves, Ulrich Liener, Nathalie van der Velde und Rainer Dziewas

Am Donnerstag startet der wichtigste Online-Kongress für Altersmediziner im deutschsprachigen Raum. An drei Tagen werden in 24 digitalen Symposien aktuelle Themen und die neuesten Erkenntnisse der Geriatrie diskutiert. „Wir bieten ein überaus abwechslungsreiches und interdisziplinär gestaltetes Programm, hochkarätige nationale und internationale Keynote-Speaker sowie ein Veranstaltungsformat, das sich einfach und flexibel auch ohne Präsenz verfolgen lässt“, sagt Kongresspräsident Professor Rainer Wirth. Der Online-Kongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) findet vom 2. bis 4. September statt unter dem Motto „Geriatrie – Brücke zwischen Generalisten und Spezialisten“. Kurzentschlossene können sich noch an den Veranstaltungstagen über die Kongress-Website registrieren.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Redaktion,

wir laden Sie herzlich ein, vom 2. bis 4. September am Online-Kongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) teilzunehmen. Gerade in medizinisch herausfordernden Zeiten einer Pandemie, die immer noch extremen Einfluss auf die ältere Bevölkerung hat, ist der Austausch zu aktuellen Themen und neuen Entwicklungen der Altersmedizin höchstrelevant. Hochkarätige und international renommierte Keynote-Speaker stellen unter anderem neue Erkenntnisse über den Einfluss von Long-COVID auf das Altern vor und berichten über die neuesten Entwicklungen der Unfallchirurgie beim älteren Patienten. Zudem wird beleuchtet, welche Rolle die Nebenwirkungen von bestimmten Medikamenten bei Stürzen spielen und mit welchen neuen Strategien Schluckstörungen diagnostiziert sowie therapiert werden können. Daneben werden in 24 digitalen Symposien weitere aktuelle Themen der Geriatrie in Deutschland diskutiert.

Akkreditieren Sie sich bis zum 31. August per E-Mail an: presse@dggeriatrie.de

Prof. Dr. Rainer Dziewas

(05.08.2021) Im Alter steigt das Risiko, eine Schluckstörung zu entwickeln, drastisch an: Bei mehr als 50 Prozent der Pflegeheimbewohner und rund 70 Prozent aller im Krankenhaus behandelten geriatrischen Patienten treten altersabhängig bedingte Veränderungen des Schluckaktes (Presbyphagie) auf – mit möglichen Folgen wie Pneumonie, Mangelernährung oder Dehydratation. Das Bewusstsein und Wissen darüber hat in der medizinischen Fachwelt in den letzten Jahren stark zugenommen. Einen wichtigen Beitrag zu dieser erfreulichen Entwicklung leistet Deutschlands führender Dysphagie-Experte Professor Dr. Rainer Dziewas (Foto), Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation am Klinikum Osnabrück. Der renommierte Neurologe hat unter anderem wesentlich bei der Erstellung eines Curriculums zur flexiblen endoskopischen Evaluation des Schluckakts (FEES) beigetragen, das gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), der Deutschen Schlaganfallgesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) entwickelt wurde. Wie sich mit FEES und anderen Diagnose-Tools individuelle Schluckmuster erkennen und darauf aufbauend adäquate therapeutische Strategien auswählen lassen, zeigt Dziewas in seiner Keynote-Lecture beim Online-Jahreskongress 2021 der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) vom 2. bis 4. September 2021.