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Pressemeldungen

02. September 2026

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Neue Alzheimer-Therapien, Klimawandel, KI und neue Technologien, aktuelle Versorgungskonzepte und die Frage, ob Altern eine Krankheit ist: Vom 23. bis 26. September 2026 kommen rund 1.000 Expertinnen und Experten aus Geriatrie, Gerontologie und Alternsforschung zum gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt zusammen.

01. September 2026

Prof. Joanna Wardlaw (Foto) gehört zu den Wissenschaftlerinnen, die seit Jahrzehnten versuchen, eines der großen Rätsel der Hirnalterung zu lösen. Warum verlieren manche ältere Menschen ihre Selbstständigkeit schneller als andere? Die schottische Neuroradiologin sucht die Antwort nicht in einzelnen Veränderungen des Gehirns, sondern im Gesamtbild. Für diesen neuen Blick auf das alternde Gehirn hat sich inzwischen ein Begriff etabliert: Brain Frailty. „Lange haben wir einzelne Veränderungen im Gehirn getrennt betrachtet. Heute wissen wir: Das Gehirn altert nicht in Einzelteilen. Erst wenn wir die verschiedenen Veränderungen gemeinsam betrachten, entsteht das Gesamtbild, das wir für gute klinische Entscheidungen brauchen.“

18. August 2026

In einem Krankenhaus sollen Menschen eigentlich gesund werden. Doch gerade für ältere und schutzbedürftige Patienten kann der Aufenthalt selbst zum Risiko werden. „Krankenhausassoziierte Dekonditionierung ist ein großes Problem: Sie wird durch eine Kombination von Faktoren verursacht, die mit der Erkrankung selbst, verminderter körperlicher Aktivität, der Ernährung und der Gestaltung der Umgebung in vielen Krankenhäusern zusammenhängen“, sagt Dr. Carly Welch (Foto). Die Geriaterin vom King’s College London beschäftigt sich mit der Frage, wie dieser Abbau frühzeitig verhindert werden kann. Ihre zentrale Botschaft: Krankenhäuser müssen nicht nur Krankheiten behandeln, sondern zugleich aktiv dafür sorgen, dass ältere Menschen ihre Selbstständigkeit möglichst erhalten. Beim gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) vom 23. bis 26. September 2026 in Frankfurt am Main stellt sie ihre wichtige Perspektive vor.

11. August 2026

Muss Bluthochdruck auch bei hochbetagten, gebrechlichen Menschen konsequent behandelt werden – oder kann gerade im hohen Alter eine Reduktion der Medikamente der bessere Weg sein? Diese Frage beschäftigt die Geriatrie seit Jahren. Neue Antworten liefert jetzt der renommierte Geriater und Kardiologe Prof. Dr. Athanase Benetos. „Bluthochdruck ist bei älteren Menschen etwas anderes als bei jüngeren“, sagt Benetos. Mit zunehmendem Alter veränderten sich nicht nur die Ursachen eines erhöhten Blutdrucks, sondern auch Nutzen und Risiken einer Behandlung.
Seine neuesten Forschungsergebnisse und deren Bedeutung für die Versorgung hochbetagter Menschen präsentiert er auf dem gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) vom 23. bis 26. September 2026 in Frankfurt am Main.

21. Juli 2026

„Silver Tsunami“, „graue Flut“, „Totholz“ – kaum eine Bevölkerungsgruppe wird mit so drastischen Bildern beschrieben wie alte Menschen. „Ein Begriff wie ,Silver Tsunami‘ beschreibt ältere Menschen als Naturkatastrophe. Solche Sprachbilder sind nicht harmlos, sondern prägen unsere Vorstellungen, unsere Politik, unsere Ressourcenverteilung und letztlich das Generationenverhältnis“, sagt Prof. Dr. Ulla Kriebernegg. Sprache ist für die Literatur– und Kulturwissenschaftlerin weit mehr als ein Mittel zur Beschreibung der Wirklichkeit. Sie beeinflusst, wie wir über das Alter denken – und damit auch, wie Politik, Medien und Gesellschaft Hochbetagten begegnen. Gerade in gesellschaftlichen Debatten werden vielleicht auch deshalb Rentner häufig entweder als Belastung oder ausschließlich als besonders verletzliche Bevölkerungsgruppe dargestellt. Beides greift zu kurz.
Ihre Forschung und die Frage, wie Sprache unseren Blick auf das Alter prägt, stellt Kriebernegg auf dem gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) vom 23. bis 26. September 2026 in Frankfurt am Main vor.

Pressesprecherin der DGG

Für Interview-Anfragen und Experten-Informationen steht Ihnen Nina Meckel gerne als Ansprechpartnerin zur Seite.

Nina MeckelNina Meckel

Tel.: 089 / 230 69 60 69

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