Neuer Vorstand der DGG

(07.09.2018) Die Mitglieder haben entschieden: Professor Dr. Hans Jürgen Heppner ist neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Die anwesenden Mitglieder bestätigten gestern in der alle zwei Jahre stattfindenden Vorstandswahl die Kandidatur des President-elect zum Präsidenten. Die kommenden zwei Jahre wird der Lehrstuhlinhaber an der Universität Witten/Herdecke und Chefarzt der Geriatrischen Klinik und Tagesklinik des HELIOS Klinikums Schwelm die Fachgesellschaft führen. „Ich freue mich auf diese wirklich sehr spannende und zudem herausfordernde Aufgabe. Ja, ich nehme die Wahl an!“, so Heppner in der Mitgliederversammlung.

PD Dr. Harald Rittger, Fürth

(04.09.2018) Herz- und Kreislauferkrankungen nehmen mit steigendem Alter zu. Ihre Diagnostik und Therapie gestalten sich bei Hochbetagten zugleich komplizierter, weil sie mit altersbedingten Faktoren wie zum Beispiel Komorbidität einhergehen. Evidenzbasierte Studien über Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurden allerdings bisher meist an jüngeren Patientengruppen durchgeführt, sodass sich die Ergebnisse nicht auf über 80-Jährige übertragen lassen. Welche Maßnahmen notwendig sind, um das zu ändern, und was speziell die interventionelle Kardiologie für Hochbetagte leisten kann, damit beschäftigt sich Privatdozent Dr. Harald Rittger (Foto), Chefarzt der Klinik für Herz- und Lungenerkrankungen am Klinikum Fürth. „Interventionelle Kardiologie bei Hochbetagten“ heißt seine mit Spannung erwartete Keynote beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), der vom 6. bis 8. September 2018 in Köln stattfindet.

Professorin Kristina Norman

(29.08.2018) Im Alter verändert sich die Zusammensetzung des Körpers. Mitunter hat dies sogar Auswirkungen auf das Überleben geriatrischer Patienten, zum Beispiel bei der Sarkopenie. Doch gerade für Betagte und Hochbetagte fehlen validierte Methoden, um das Verhältnis von Fett, Wasser, Knochen und Muskeln im Körper zu bestimmen, sagt Professorin Kristina Norman: „Insbesondere die Muskelmasse in vivo zu messen, ist bei ihnen eine große Herausforderung.“ Die Ernährungswissenschaftlerin forscht an der Charité in Berlin und leitet die Abteilung Ernährung und Gerontologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke. In ihrem Keynote-Vortrag mit dem Titel „Körperzusammensetzung: Messmethoden und Limitationen“ auf dem kommenden Gerontologie- und Geriatrie-Kongress in Köln wird sie einen Überblick über gängige Verfahren geben und deren Anwendbarkeit für die Geriatrie kritisch diskutieren. „Wir müssen insbesondere einfache Methoden bei älteren Patienten validieren. Durch solche Forschung werden sie aufgewertet“, fordert Norman. Der Gemeinschaftskongress der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) sowie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) findet vom 6. bis 8. September an der Universität zu Köln statt.

Professor Cornel Sieber

(23.08.2018) Wie müssen Ärzte, Pflegekräfte und Angehörige am besten zusammenarbeiten, um betagte Patienten zu versorgen? Dieser Frage widmet sich die Versorgungsforschung. Warum sie gerade für das Wohlergehen alter Menschen essenziell ist, erläutert Professor Cornel Sieber (Foto) in seiner Keynote „Stand der Versorgungsforschung in der Geriatrie“ beim Gerontologie- und Geriatrie-Kongress in Köln. Dazu laden die Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) vom 6. bis 8. September auf den Campus der Universität zu Köln ein. Cornel Sieber leitet das Institut für Biomedizin des Alterns an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. „Ich wünsche mir mehr Forschungsvorhaben aus der Geriatrie“, sagt er. Im Interview erklärt der Geriater, welche Relevanz die Ergebnisse für die ärztliche und pflegerische Praxis haben.

Vorstellung Weißbuch Alterstraumatologie – Zukünftige Versorgung von hochaltrigen Frakturpatienten

Die Pressekonferenz findet statt am:

Mittwoch, 26. September 2018, 11 bis 12 Uhr

Haus der Bundespressekonferenz, Raum 1–2

Schiffbauerdamm 40

10117 Berlin

Jeder Dritte über 65 Jahre stürzt mindestens einmal pro Jahr. Ein einfacher Sturz kann bei älteren Menschen schwerwiegende Folgen haben: Die Hüftfraktur, volkstümlich Oberschenkelhalsbruch genannt, ist dabei die mit Abstand am häufigsten im Krankenhaus behandelte Fraktur. Die Sterblichkeit nach diesem Knochenbruch ist erheblich, viele Patienten verlieren ihre Selbstständigkeit und müssen in eine Pflegeeinrichtung einziehen.