(03.11.2021) Die Grippezeit beginnt – und vor allem ältere Patienten sind durch Influenzaviren gefährdet. Für sie gibt es positive Nachrichten: „Dies ist die erste Saison in Deutschland, in der Menschen über 60 Jahre mit dem neuen Hochdosis-4-fach-Influenzaimpfstoff geimpft werden können. Dieser hat eine höhere Wirksamkeit als der zuvor empfohlene Standard-Impfstoff“, erklärt Dr. Anja Kwetkat (Foto), Direktorin der Klinik für Geriatrie am Universitätsklinikum Jena und Leiterin der Arbeitsgruppe Impfen bei der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Nicht nur Älteren rät die Expertin zur Grippeschutzimpfung, sondern allen Menschen, die sich impfen lassen können. Nur so lässt sich auch die Verbreitung von Grippeviren erschweren – und damit eine mögliche doppelte Infektionswelle aus Grippe und Corona.

Dr. med. Michael Meisel

(19.10.2021) Von 2005 bis 2021 war Dr. med. Michael Meisel der Weiterbildungsbeauftragte der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Ein langer Zeitraum, in dem er die geriatrische Weiterbildung in Deutschland maßgeblich mitgeprägt und vorangetrieben hat. Im Interview berichtet der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Geriatrie des Städtischen Klinikums Dessau über die Highlights seines Amtes, wichtige Erkenntnisse aus der Gremienarbeit und Wünsche für die Zukunft der geriatrischen Weiterbildung.

(21.09.2021) Der erste Online-Kongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) war ein voller Erfolg! Insgesamt 700 Interessierte haben über drei Tage an dem digitalen Format Anfang September teilgenommen. Der zuerst anvisierte Präsenz-Kongress musste aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie abgesagt werden. „Die Nachfrage zu unserem umfangreichen Kongress-Programm zeigt deutlich, wie viel Interesse man der Geriatrie mittlerweile entgegenbringt“, sagt DGG-Kongresspräsident Professor Rainer Wirth (Foto), Direktor der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation im Marien Hospital Herne. Im Interview zieht der Mediziner nun eine persönliche Konferenz-Bilanz: Er spricht über die Zukunft der digitalen Formate, das On-Demand-Angebot der DGG, geriatrische Zukunftsthemen sowie den Kongress im kommenden Jahr, den er noch einmal als Kongresspräsident der DGG leiten wird.

v.l.n.r.: Privatdozent Dr. med. Heinrich Burkhardt, Dr. rer. nat. Jana Seele, Dr. Carl-Philipp Jansen sowie Dr. med. Björn Hegner

(09.09.2021) Herausragende Leistungen in der Geriatrie vierfach ausgezeichnet: Im Rahmen des Online-Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) wurden jetzt der Ehren- und der Förderpreis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung, der DGG-Preis zur Förderung der interdisziplinären Altersforschung sowie der Bethesda Forschungspreis des Wissenschaftsforums Geriatrie über insgesamt 12.000 Euro verliehen. „Die eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten haben sich allesamt durch eine sehr hohe Qualität ausgezeichnet, sodass die Auswahl der Siegerarbeiten nicht einfach war“, sagt DGG-Präsident Rainer Wirth. Geehrt wurden für ihre herausragenden Forschungsarbeiten (im Bild v. l.) Privatdozent Dr. med. Heinrich Burkhardt aus Mannheim, Dr. rer. nat. Jana Seele aus Göttingen, Dr. Carl-Philipp Jansen aus Heidelberg sowie Dr. med. Björn Hegner aus Berlin.

Prof. Dr. Dr. Gerald Kolb, Quelle: Bonifatius Hospital Lingen

(06.09.2021) Für jahrzehntelange, herausragende Leistungen in der Altersmedizin hat Professor Dr. Dr. Gerald Kolb (68, Foto), zuletzt fast 30 Jahre Chefarzt der Geriatrie am Bonifatius Hospital Lingen (Ems), den erstmals ausgelobten DGG-Preis für das Lebenswerk erhalten. „Unser interdisziplinär überaus wertgeschätzter Kollege hat in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich dafür gesorgt, dass unser Fachgebiet der Geriatrie jetzt im Mittelpunkt vieler Behandlungen von älteren Patienten steht“, sagt Laudator Professor Hans Jürgen Heppner in seiner Funktion als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Gerald Kolb zeichne sich zudem dadurch aus, dass er die Onkologie und Geriatrie näher zusammengebracht habe – insbesondere auch durch seine intensive wissenschaftliche Arbeit, die viele neue Erkenntnisse hervorgebracht habe. Der Mediziner hat den Preis am vergangenen Donnerstag im Rahmen des DGG-Online-Kongresses in Empfang genommen und eine Special-Lecture zum Thema „Geriatrische Onkologie ist personalisierte Medizin“ gehalten. Kolb betont: „Die Geriatrie braucht verstärkt eigene Grundlagenforschung“.