Prof. Dr. Daniela Jopp

(16.08.2018) Was bedeutet erfolgreiches Altern für sehr alte Menschen? Keine Altersgruppe wächst so stark wie die der Hochbetagten. Laut Statistischem Bundesamt lebten Ende 2016 2,25 Millionen Menschen in Deutschland, die 85 Jahre oder älter waren. Ein Jahrzehnt zuvor waren es noch 1,64 Millionen. Was für diese Menschen ein erfülltes Leben ausmacht und wie Ärzte und Pflegekräfte dazu beitragen können, davon berichtet Professorin Dr. Daniela Jopp (Foto) in ihrem Keynote-Vortrag mit dem Titel „Erfolgreiches Altern bei Hundertjährigen“ auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG). „Wir brauchen für Hochbetagte neue Kriterien, um deren erfolgreiches Altern zu erfassen“, sagt die Professorin für Psychologie an der Universität Lausanne (Schweiz). „Während wir bei Älteren unter 80 Jahren vor allem auf körperliche Faktoren wie ein geringes Risiko für Krankheiten achten, müssen wir bei sehr alten Menschen viel stärker psychologische Faktoren berücksichtigen.“ Der Kongress findet vom 6. bis 8. September in Köln statt.

Professor Hans Jürgen Heppner (links) und Professorin Ursula Müller-Werdan (rechts)

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Redaktion,

kommen Sie zum Gerontologie- und Geriatrie-Kongress nach Köln! Wir laden Sie herzlich ein, sich selbst ein Bild von der Vielfalt des Alterns zu machen. Denn die Gelegenheit ist einmalig: Mehr als 1.000 deutsche Spezialisten für Altersmedizin und Alterswissenschaft treffen sich vom 6. bis 8. September in Köln auf dem Campus der Universität. Auch zahlreiche Mediziner aus dem Ausland sind vor Ort, um hochkarätige Vorträge zu halten und die biomedizinischen und psychosozialen Herausforderungen des Alterns zu diskutieren. Sie haben Interviewwünsche? Wir unterstützen Sie gerne! Akkreditieren Sie sich jetzt online für den gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) sowie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) – oder schreiben Sie eine kurze E-Mail an: presse@dggeriatrie.de

Prof. Dr. Gerd Antes

(08.08.2018) Von Big Data versprechen sich viele Akteure im Gesundheitswesen bessere Erkenntnisse und damit bessere Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Professor Gerd Antes (Foto), Co-Direktor von Cochrane Deutschland und wissenschaftlicher Vorstand der Cochrane Deutschland Stiftung in Freiburg, warnt davor, dass das Thema viel zu unkritisch betrachtet wird. Warum mehr Daten eben nicht unbedingt mehr Wissen bedeuten, und wie ein verantwortungsvoller Umgang damit aussehen sollte, legt er in seiner mit Spannung erwarteten Keynote „Big Data – Datenrauschen auch in der Geriatrie?“ dar – beim gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG). Der Kongress findet unter dem Motto „Vielfalt des Alterns: biomedizinische und psychosoziale Herausforderungen“ vom 6. bis 8. September 2018 in Köln statt.

Ärztin legt Arm um ältere Patientin

(31.07.2018) Mit dem sog. „Pflegerischen Basis-Assessment“ (BAss) stellt die Fachgesellschaft „Profession Pflege“ ein von ihr selbst entwickeltes „Assessment-Instrument“ vor und propagiert die flächendeckende Einführung in deutschen Krankenhäusern. Nach Angaben der Autoren ist es das Ziel, neben bereits in der Geriatrie und der Palliativmedizin bestehender Assessmentinstrumente einheitliche Standards für die Krankenhauspflege einzuführen, Doppeldokumentationen sowie die Erhebung von ähnlichen Daten in verschiedenen Assessments und Aufnahmebögen abzulösen. Das Instrument stellt eine Fremdbewertungsskala in 6 Bereichen (Mobilität, Selbstversorgung, Kognition-Wahrnehmung-Kommunikation, Verhalten, Risiken-Prävention, Zustände mit Überwachungsbedarf) dar und soll bewährte und wissenschaftlich validierte Instrumente wie den Barthel-Index, den erweiterten Barthel-Index, die Braden-Skala etc. ersetzen. Die Standardisierung der Erfassung, Einschätzung und Bewertung pflegerelevanter Phänomene soll eine sinnvolle Entbürokratisierung der Pflegedokumentation erlauben.

Dr. Tine Buffel

(18.07.2018) Einsamkeit und soziale Isolation von Senioren sind vor allem in den Städten ein großes Problem – und stehen in Wechselwirkung mit der Gesundheit dieser Menschen. Um die komplexen medizinischen und sozialen Zusammenhänge besser zu verstehen und Lösungen daraus zu entwickeln, wurden in den vergangenen Jahren neue wissenschaftliche Methoden entwickelt. Dr. Tine Buffel vom Manchester Institute for Collaborative Research on Ageing der University of Manchester in Großbritannien ist hier eine Vorreiterin: Im Rahmen einer Feldstudie in Manchester hat sie ältere Menschen als „Co-Forscher“ ausgebildet, die wiederum Interviews mit älteren Menschen über ihre Lebenssituation geführt haben. Die Arbeitsergebnisse stellt Tine Buffel nun auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) vor, der vom 6. bis 8. September 2018 in Köln stattfindet. Titel ihrer Keynote-Lecture: „Older Coresearchers Exploring Age-Friendly Communities. An ‘Insider’ Perspective on the Benefits and Challenges of Peer-Research”.