Professor Hans Jürgen Heppner

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Mitglieder,

2019 ist fast vorbei und die gewonnene Stunde nach der Umstellung auf die Winterzeit ist längst aufgebraucht. Aber lassen Sie mich kurz auf das vergangene Jahr zurückschauen. Es war ein arbeitsreiches Jahr, aber auch ein schönes mit vielen erfolgreichen Momenten:
So gab es beispielsweise – dank unseres Gesundheitsministers, der „viel wegschafft“ – einige Vorschläge und Neuerungen aus Berlin, die in Referentenentwürfen und Gesetzesvorlagen mündeten. Wie Sie sich sicherlich erinnern, bedurfte es da einiger Stellungnahmen und viel Abstimmungsarbeit. Allein für die Personaluntergrenzen-Verordnung und den MDK-Referentenentwurf musste viel telefoniert und geschrieben werden. Aber der Austausch mit den Vorständen der DGGG und dem BV-Geriatrie funktionierte sehr gut, und so konnten wir uns immer zeitgerecht gemeinsam positionieren.

Gezeichnete Glühbirne

(11.12.2019) Wann und wo bieten die Landesärztekammern in 2020 die curriculare Fortbildung „Geriatrische Grundversorgung“ als 60-Stunden-Kursus an? Das haben wir für Sie in Erfahrung gebracht und die Fortbildungsübersicht auf der DGG-Website aktualisiert. Die Bundesärztekammer hat bereits 2012 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) die strukturierte curriculare Fortbildung „Geriatrische Grundversorgung“ erarbeitet, die sich an alle niedergelassenen Ärzte richtet. Das Curriculum wird von den Landesärztekammern umgesetzt und im Rahmen ihrer Fortbildungen angeboten. Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit allen 17 Hauptkammern und vier Unterbezirkskammern. Eine Übersicht der aktuellen Termine sowie weitere Veranstaltungen mit geriatrischem Schwerpunkt finden Sie im Fortbildungs- und Kongresskalender der DGG.

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Preisträger Lukas Wechselberger mit der Urkunde umgeben von Jurymitgliedern und Preisstiftern.

(11.12.2019) Der Mediziner Lukas Wechselberger hat den Nachwuchs-Preis der Deutschen Kontinenzgesellschaft über 1.500 Euro erhalten. Ausgezeichnet wird er für seine Doktorarbeit an der Universität Witten/Herdecke, in der es um den Zusammenhang zwischen einer überaktiven Blase und Verstopfung geht. Betreut wurde die Arbeit von Professor Andreas Wiedemann, Leiter der Arbeitsgruppe Inkontinenz der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG).

Dr. Anja Kwetkat

(27.11.2019) „Rund ums Impfen kursieren noch immer zu viele Mythen und Falschmeldungen“, kritisiert Dr. Anja Kwetkat, Leiterin der Arbeitsgruppe Impfen der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und Direktorin der Klinik für Geriatrie am Universitätsklinikum Jena. Eine Folge sei, dass sich immer weniger Menschen gegen die Influenza-Viren schützen, die im Winter und Frühjahr Hochsaison haben. Infektionen mit Grippeviren können bei älteren Menschen tödliche Folgen haben, wenn nicht gezielt geimpft wird. Menschen über 60 Jahre sind dabei besonders gefährdet: 90 Prozent der Grippe bedingten Todesfälle entfallen auf diese Altersgruppe. Die aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) berücksichtigen nach Einschätzung der DGG die Bedürfnisse älterer Patienten nach wie vor nicht ausreichend. Im Interview spricht Anja Kwetkat über die Probleme der STIKO-Empfehlung, gibt Rat zum Grippeschutz für Ältere und enttarnt sich hartnäckig haltende Impf-Mythen.

Professor Cornel Sieber

(27.11.2019) Erstmals wurde ein ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) zum President-elect der European Geriatric Medicine Society (EuGMS) gewählt: Professor Cornel Sieber, Leiter des Instituts für Biomedizin des Alterns an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, übernimmt dieses Amt offiziell zum Jahresbeginn 2020.

Dr. Albert Lukas und Dr. Corinna Drebenstedt

(14.11.2019) Bis zu 80 Prozent der Bewohner von Altenpflegeheimen leiden unter Schmerzen. Doch gerade bei diesen Menschen werden Schmerzen häufig nicht oder unzureichend erkannt und folglich auch nicht behandelt. „Schmerzen im Alter zu erkennen, ist für Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten nicht immer einfach“, erklärt Privatdozent Dr. Albert Lukas (Foto links), Chefarzt des Zentrums für Altersmedizin am Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/RheinSieg. „Ältere Menschen sagen es häufig nicht, wenn ihnen etwas wehtut. Sie glauben, dass dies zum Alter dazugehört.“ Die erstmals erstellte S3-Leitlinie „Schmerzassessment bei älteren Menschen in der vollstationären Altenhilfe“, deren Erstellung Lukas mitkoordinierte, bietet Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften eine Anleitung, wie sie Schmerzen erkennen, einschätzen und den Erfolg der Therapie verfolgen können. Veröffentlicht wurde nun auch eine Patientenversion, die die Empfehlungen für Laien erklärt.