Blick über Berlin

(31.07.2019) Schnell sein lohnt sich: Die DGG unterstützt das Symposium „Arzneimitteltherapie bei Menschen im Alter“ der Paul-Martini-Stiftung. Die Veranstaltung findet am 15. und 16. November in Berlin statt. Für Doktoranden, wissenschaftliche Assistenten und junge Post-Docs vergibt die Stiftung 20 Reisestipendien im Wert von jeweils maximal 300 Euro. Zusätzlich wird die Übernachtung im Hotel übernommen. Für die Beantragung des Stipendiums genügt eine formlose E-Mail mit Lebenslauf sowie der Versicherung, dass man zur antragsberechtigten Zielgruppe gehört. Bewerbungsschluss ist der 30. Oktober 2019. Entscheidend sind Eingangsdatum und Uhrzeit der Bewerbungen.

Hier gibt es weitere Informationen zur Stipendienausschreibung!

Andrea Kuphal

(17.07.2019) Spezialisierung in der Nische: Seit gut zwei Jahren gibt es die Deutsche Fachgesellschaft Aktivierend-therapeutische Pflege e.V., kurz DGATP. Wofür sie genau steht, welche Schnittstellen es zur Geriatrie gibt und warum sich eine Mitgliedschaft in dieser noch jungen Organisation lohnt – darüber sprachen wir mit Andrea Kuphal (Foto), Sekretärin im dreiköpfigen Vorstand der DGATP. Im Interview zieht Sie eine erste Bilanz.

Frau Kuphal, wie ist die Idee zur DGATP entstanden und warum ist diese neue Fachgesellschaft notwendig?
Vor der Gründung der DGATP hat hauptsächlich der Bundesverband Geriatrie ein Konzept vorangetrieben, das die Aktivierend-therapeutische Pflege thematisiert. Der Bundesverband verfolgt als Gesellschaft allerdings nicht primär die Fachlichkeit pflegerischer Themen, sondern ist noch mit vielen anderen Aufgaben für seine Mitglieder betraut. Wir brauchten also eine Gesellschaft, die sich vor allem fachlich mit dem Thema Aktivierend-therapeutische Pflege auseinandersetzt. Da es so etwas noch nicht gab, haben wir die DGATP im Sommer 2017 gegründet. Aktuell haben wir rund 50 Mitglieder, darunter viele Privatpersonen, aber zum Beispiel auch eine Klinik.

Professor Reinhard Lindner

(18.06.2019) Die Suizidraten bei älteren Menschen sind in Deutschland höher als in allen anderen Altersgruppen. An vielen Stellen bestehen zudem große Informationslücken, was Prävention, Aufklärung und die Vernetzung von betroffenen Institutionen wie Pflegeheimen oder Krankenhäusern angeht. Die vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderte Studie „Suizidprävention Deutschland. Aktueller Stand und Perspektiven“ will jetzt mit einer umfassenden Erhebung und Analyse für mehr Transparenz sorgen und Hilfestellungen zur Suizidprävention geben. Professor Reinhard Lindner (Foto), Leiter der Arbeitsgruppe Gerontopsychosomatik der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG), ist im Rahmen des Projekts Sprecher der Arbeitsgruppe „Alte Menschen“. Im Interview erklärt er, wie speziell Altersmediziner von den Studienergebnissen in der Praxis profitieren können – und wie sie die Studie zu diesem bedeutenden Thema unterstützen können.

Martin Wehling

(04.06.2019) Zeitdruck bei der Behandlung und unerwünschte Nebenwirkungen von verschriebenen Medikamenten – das sind nur zwei Herausforderungen, denen Ärzte bei der Behandlung älterer Menschen gegenüberstehen. Falsch dosierte oder falsch angewendete Arzneimittel können zu Komplikationen führen, doch die Behandlungszeit bei Hausärzten liegt durchschnittlich bei nur acht Minuten pro Patient. „Da muss die Sichtung der zahlreichen vorhandenen Arzneimittel schnell gehen und dennoch auf den Patienten abgestimmt sein“, sagt Professor Martin Wehling, Direktor der Klinischen Pharmakologie an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Gemeinsam mit seinem Team hat er eine App entwickelt, die genau auf diese Probleme zielt. Die App gibt jetzt für den gesamten deutschsprachigen Raum.

Wissenschaftler an Whiteboard

(21.05.2019) Die Zahl der Weiterbildungsberechtigten im Fach Geriatrie ist leicht gestiegen! Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hat bei den einzelnen Landesärztekammern nachgefragt: Aktuell sind 703 Ärzte in Deutschland zur Weiterbildung befugt, im vergangenen Jahr waren es 682 Ärzte. Eine komplette Übersicht gibt es im aktualisierten DGG-Verzeichnis der Weiterbildungsberechtigten. „Die Nachfrage nach einer fundierten geriatrischen Weiterbildung steigt stetig an“, sagt Dr. Michael Meisel, Weiterbildungsbeauftragter der DGG sowie Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Geriatrie am Diakonissenkrankenhaus Dessau.

Keyvisual EuGMS Kongress

(21.05.2019) Nur noch wenige Stunden: Bis Ende des heutigen Tages können Abstracts für den Kongress der European Geriatric Medicine Society (EuGMS) eingereicht werden. Vom 25. bis 27. September diskutieren Mediziner aus 75 Ländern im Krakauer Congress Center über relevante Entwicklungen in der Geriatrie. „Nutzen Sie diese Chance! Beteiligen Sie sich aktiv am Kongress in der wunderschönen Universitätsstadt Krakau mit einem eigenen Abstract und teilen Sie Ihre Ergebnisse interessierten internationalen Kollegen mit“, sagt Privatdozent Dr. Rupert Püllen, EuGMS-Beauftrager der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG).