Dr. Thomas Stamm

(23.02.2021) Dr. med. Thomas Stamm verstarb am 12. Dezember 2020 verstarb nach langer, schwerer Krankheit im Alter von nur 69 Jahren. Sein lebenslanges Engagement für die Themen Frührehabilitation und Geriatrie haben seine Vision auf den Weg gebracht: Den geriatrisch qualifizierten Hausarzt. Im Rahmen seiner Mitarbeit im Vorstand der DGG und als Weiterbildungsbeauftragter ist das Curriculum für Hausärzte zum Thema Ambulante Geriatrische Rehabilitation mit seinem Namen stets verbunden.

Alte Frau im Rollstuhl

(17.02.2021) Bewohner von Langzeitpflegeeinrichtungen (LPE) sind besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Klare Handlungsempfehlungen für ihre Prävention und medizinische Versorgung gibt nun eine frei zugängliche Publikation – in Deutsch und in Englisch.

„Die Intention dieses Leitfadens ist es, dass man den Bewohnern von LPE eine ihren Bedürfnissen und Wünschen angepasste individuelle Therapie anbieten kann, die auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft beruht“, sagt Hauptautor Professor Dr. Markus Gosch, Chefarzt der Klinik für Geriatrie im Klinikum Nürnberg. „Wir machen zum Beispiel die Erfahrung, dass viele Bewohner lieber in ihrer Einrichtung als im Krankenhaus versorgt werden wollen. Deswegen haben wir uns die Frage gestellt: Was können wir an Therapie auch ins Pflegeheim transferieren?“

Dr. Martin Runge

(03.02.2021) Mit großer Fassungslosigkeit haben wir erfahren, dass Dr. Martin Runge (Foto) am 5. Januar 2021 an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben ist.

Viele von uns haben ihn als renommierten Kollegen und Streiter für eine qualitätsvolle Geriatrie kennengelernt. Diejenigen, die ihn näher kannten, spürten seine beispielhafte Empathie für die Belange älterer Menschen, denen er sein berufliches Leben mit Leidenschaft, Begeisterungsfähigkeit und unermüdlicher Energie widmete.

Dr. Martin Runge wurde 1949 im nordrhein-westfälischen Brillon geboren und entschied sich zunächst zu einem Studium der Theologie, bevor er schließlich 1980 erfolgreich sein Studium der Humanmedizin beendete. Als niedergelassener praktischer Arzt entdeckte er schließlich seine Begeisterung für die Geriatrie, die er in all ihren Facetten von der Prävention bis zur Rehabilitation in umfassenden Weiterbildungen als Autodidakt eroberte. Als Facharzt für physikalische Medizin und rehabilitative Medizin erkannte er früh die zentrale Bedeutung von Bewegung und Training für den Erhalt der Selbständigkeit und Mobilität im hohen Alter. Seinen deutlichsten Ausdruck fand dies in den „Fünf Esslingern“, einem Fitnessprogramm für die zweite Lebenshälfte, die untrennbar mit seinem Namen verbunden bleiben wird.

Prof. Heppner im ZDF

(13.01.2021) Welche Problem haben ältere Menschen mit der Anmeldung zum Impftermin? Die Pressemitteilung der DGG vom 30.12. löste die gewünschte Diskussion in den Medien aus. Schließlich kommen nicht alle über 80-Jährigen mit E-Mail und Smartphone klar...

So kommentierte DGG-Präsident Hans Jürgen Heppner die Probleme bei der Vergabe von Impfterminen an Hochbetagte unter anderem im heute journal update vom 13. Januar.

Hans Jürgen Heppner

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Mitglieder,

kaum zu glauben, wie schnell ein Jahr vergeht! Aber 2020 kann ja sowieso weg. Sagen die meisten. Doch dazu später mehr. Beim altmodischen Zeitvertreib Lesen bin ich auf Folgendes gestoßen, was mich doch ein wenig beschäftigt hat:

Was machen die Iren besser? Laut einer Umfrage der Zeitschrift „brand eins“ (09 /20 Jahrgang 22, S.8) sprechen knapp 74.000 Menschen Irisch als Muttersprache, also gälisch alle anderen gehören zur englischen Muttersprache. Über eine Million Menschen sind aber auf der Sprachlernplattform „duolingo“ registriert, um Irisch zu lernen. Was ist das Geheimnis dieser gälischen Sprache? Oder anders gefragt: Wie können wir Geriater so ein Interesse für unser Fachgebiet erreichen? Was müssen wir dafür tun?

Dr. Christoph Ploenes

(01.12.2020) Venöse Thromboembolien gelten als dritthäufigste kardiovaskuläre Erkrankung. Mit dem Alter steigt die Prävalenz um den Faktor Zehn an. Nach einer venösen Thromboembolie werden gerinnungshemmende Medikamente gegeben, um Rezidive zu verhindern. Therapiedauer und -dosis dieser Medikamente sind aber bei geriatrischen Patienten aufgrund eines gesteigerten Blutungsrisikos in besonderem Maß im Auge zu behalten, mahnt Dr. Christoph Ploenes, Leiter der Arbeitsgruppe „Gefäßerkrankungen/Angiologie“ der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). „Wir sehen in unserem klinischen Alltag häufig Patienten, die seit Jahren eine Antikoagulation ohne stichhaltigen Grund erhalten“, schildert der Angiologe die Beobachtungen der Arbeitsgruppen-Mitglieder. Stattdessen rät er zu einer sorgfältigeren Abwägung, in welchen Fällen eine Verlängerung der Behandlung mit Antikoagulanzien bei geriatrischen Patienten angebracht ist. Im Interview erklärt er, welche Faktoren dafür berücksichtigt werden müssen.