Prof. Dr. Tania Zieschang

(30.10.2019) Ihre Unterstützung ist gefragt: Wie viele Spezialstationen für kognitiv eingeschränkte Patienten gibt es mittlerweile in Deutschland? Musste vielleicht auch eine Station aufgegeben werden? Und an welchen Projekten zum Thema demenzsensibles Krankenhaus wird aktuell gearbeitet? "Auf diese Fragen brauchen wir dringend Antworten, um ein klares Bild vom Forschungs- und Arbeitsschwerpunkt in der Demenz zu haben", sagt Professorin Tania Zieschang, Leiterin der Arbeitsgruppe Demenz der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Die AG braucht Ihre Unterstützung! Melden Sie Aktivitäten in Ihrem Umfeld gerne direkt an die AG-Leiterin per E-Mail an: Zieschang.Tania@klinikum-oldenburg.de

Gerald Kolb (DGG), Preisträger Hans Wildiers, Carsten Bokemeyer (DGHO) und Frank Schulte (Medac). Foto: Uli Regenscheit, DGHO Service GmbH 2019

(30.10.2019) Der mit 10.000 Euro dotierte Ehrenpreis für das Lebenswerk im Bereich Geriatrische Onkologie ging in diesem Jahr an Professor Dr. Hans Wildiers (Foto, 2. v. l.) von der Katholischen Universität Leuven in Belgien. Der Mediziner wurde damit für seine besonderen Verdienste zur Förderung der geriatrischen Onkologie ausgezeichnet. "Professor Wildiers ist ein herausragender und engagierter, klinisch-orientierter Wissenschaftler und Arzt mit Schwerpunkt auf dem Gebiet der ‚Geriatrischen Onkologie‘. Er zählt zu den führenden Forschern zahlreicher klinischer Studien mit Schwerpunkt Mammakarzinom der älteren Frau", sagt Juryvorsitzender Professor Dr. Dr. Gerald Kolb (links). Ausgelobt wird der Preis von der Arbeitsgruppe Geriatrische Onkologie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO).

Demenz-Pflegeprojekt

(16.10.2019) Gute Nachrichten für die geriatrische Forschung: Das Projektvorhaben „Einführung einer Bezugspflege für Menschen mit Demenz“ des Klinikums Oldenburg wird jetzt mit 300.000 Euro vom Land Niedersachsen gefördert. Die Versorgung von Menschen mit einer Demenzerkrankung im Krankenhaus ist eine Herausforderung, die vor dem Hintergrund einer kontinuierlich älter werdenden Gesellschaft immer größer wird. „Durch den Einsatz der Bezugspflege erwarten wir eine Reihe von positiven Effekten für die betroffenen Patientinnen und Patienten“, erklärt Professorin Tania Zieschang, Direktorin der Universitätsklinik für Geriatrie am Klinikum Oldenburg sowie Leiterin der Arbeitsgruppe „Demenz“ der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). „Zudem erhoffen wir insgesamt für das Pflegepersonal eine deutliche Entlastung und sind sehr gespannt darauf, wie dieses Modell bei den Pflegenden angenommen wird.“ Das Projekt ist zum 1. Oktober gestartet.

Professor Rainer Wirth

(16.10.2019) Zukunftsweisend ist der Veranstaltungsort des nächstjährigen Gerontologie- und Geriatrie-Kongresses: Er findet in Halle (Saale) statt, der Stadt mit der ältesten Wissenschaftsakademie der Welt, der Leopoldina. Unter dem Motto „Junge Ideen für alte Menschen – von der Epigenetik bis zur Lebenswelt“ werden 2020 mehr als 1.000 Altersmediziner aus dem deutschsprachigen Raum erwartet.

Professor Andreas Wiedemann

(25.09.2019) Inkontinenz ist immer noch ein Tabuthema. Doch vor allem ältere Menschen verlieren ungewollt Urin – etwa beim Husten – oder schaffen es nicht mehr rechtzeitig auf die Toilette. Schätzungen zufolge sind circa 40 Prozent der über 70-Jährigen in Deutschland inkontinent. Entsprechend viele ältere Patienten werden wegen ihrer Inkontinenz behandelt. Daher brauchen die betreuenden Ärzte Behandlungsleitfäden und Studien, um bestmöglich behandeln zu können. Die Arbeitsgruppe Inkontinenz der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hat dieser Notwendigkeit nun Rechnung getragen. Die AG hat in akkurater Detailarbeit rund 500 Studien zusammengetragen, gesichtet und mit Blick auf die Anwendung auf ältere Patienten bewertet. Die Ergebnisse wurden jetzt in einer aktualisierten Leitlinie zu Harninkontinenz veröffentlicht.

Dr. Sonja Krupp

(06.09.2019) Es gibt mittlerweile zahlreiche Methoden, mit denen die Probleme und noch erhaltenen Funktionen eines älteren Patienten bewertet werden. Bei diesem „Geriatrischen Assessment“ geht es in der ersten Stufe darum, ob es sich bei einer älteren Person überhaupt um einen Patienten mit Bedarf an geriatrischer Behandlung handelt. In einer zweiten Stufe kommen standardisierte Testverfahren unterschiedlicher diagnostischer Tiefe hinzu, teils als Befragung, teils als durchzuführende Aufgabe. Doch welche der zahlreichen Instrumente passen am besten zu einem bestimmten geriatrischen Patienten? Hier kann sich der Mediziner leicht überfordert fühlen. Damit dies nicht passiert, hat eine Expertengruppe, die sich hauptsächlich aus Mitgliedern der Arbeitsgruppe Assessment der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) zusammensetzt, eine neue S1-Leitlinie „Geriatrisches Assessment der Stufe 2“ erarbeitet. Diese wird heute beim Jahreskongress der DGG in Frankfurt am Main vorgestellt. Im Interview spricht AG-Leiterin Dr. Sonja Krupp (Foto), wissenschaftliche Leiterin der Forschungsgruppe Geriatrie Lübeck am Krankenhaus Rotes Kreuz Lübeck Geriatriezentrum, über neue Erkenntnisse beim geriatrischen Assessment, die Forderung an Kostenträger und den Nutzen für Geriater bei der täglichen Arbeit.