Dr. Anja Kwetkat

(12.11.2018) Mehr als 650.000 Menschen erkranken jährlich an einer Lungenentzündung – alleine in Deutschland. Vor allem für Kinder unter fünf Jahren und ältere Menschen kann das tödlich enden. „Noch immer unterschätzen Betroffene die Folgen einer Lungenentzündung“, sagt Dr. Anja Kwetkat (Foto), Direktorin der Klinik für Geriatrie am Uniklinikum Jena und Leiterin der Arbeitsgruppe Impfen der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Pneumokokken sind die häufigsten Erreger. „Dabei kann eine rechtzeitige Impfung Leben retten – in jedem Alter“, so Kwetkat. Deshalb unterstützt die Arbeitsgruppe Impfen der DGG den Welt-Pneumonie-Tag der International Federation on Ageing (IFA) am 12. November. „Wir laden Mediziner und Bürger ein, gerade am Aktionstag über die positiven Auswirkungen einer Impfung aufzuklären. So können wir viele Leben retten.“

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(12.11.2018) Mehr Zeit für den Patienten – digitale Konzepte zur Entlastung der Pflege: So lautet das Ausschreibungsthema für den Lohfert-Preis 2019. Die Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg, Cornelia Prüfer-Storcks, übernimmt die Schirmherrschaft für den mit 20.000 Euro dotierten Förderpreis. Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2019.

Dr. Andreas Leischker

(30.10.2018) Es geht wieder los: Die Grippe-Zeit beginnt! Insbesondere ältere Patienten sind durch Influenza-Viren gefährdet. Aber auch Schwangere, Kinder und Pflegepersonal sind besonders betroffen. Deswegen raten Experten jetzt zur gezielten Grippeschutzimpfung. „Für ältere Menschen eignen sich insbesondere die sogenannten tetravalenten Impfstoffe, die nun auch von den Krankenkassen bezahlt werden“, sagt Dr. Andreas Leischker (Foto), Impfexperte der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie Chefarzt der Klinik für Geriatrie des Alexianer-Krankenhauses Krefeld. Im Interview beantwortet Leischker die wichtigsten Fragen zu Influenza-Viren, aktuellen Übertragungsrisiken, den größten Gefahren und den optimalen Grippeschutz.

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(17.10.2018) Nur noch wenige Tage: Die Abstract-Deadline für die Jahrestagung des Wissenschaftsforums Geriatrie (WfG) wurde auf den 31. Oktober verlängert. Junge Forscher und Doktoranden sind aufgerufen, sich mit einem eigenen Beitrag an der Tagung zu beteiligen. „Wir wollen den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Geriatrie gezielt unterstützen, dafür bieten wir den passenden Rahmen“, sagt Professorin M. Cristina Polidori, Vorsitzende des WfG. Die Tagung findet am 11. und 12. Januar 2019 im Berliner Zentrum für Qualität und Pflege statt.

Professor Hans Jürgen Heppner, President-elect der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG)

(09.10.2018 ) Mindestens einer von drei Patienten im Krankenhaus ist älter als 70 Jahre – Tendenz steigend. Besonders für Rettungsdienste, Notaufnahmen und Intensivstationen stellen Menschen in der letzten Lebensphase eine besondere Herausforderung dar. Geriatrische Patienten würden dort oft nicht optimal versorgt, kritisiert Professor Hans Jürgen Heppner (Foto), Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und Chefarzt der Klinik für Geriatrie am Helios Klinikum Schwelm. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat die DGG zum zweiten Mal eine Arbeitsgruppe Notfall- und Intensivmedizin ins Leben gerufen. Welchen Themen und Projekten sie sich widmen soll, erklärt AG-Sprecher Heppner im Interview.

Foto (von links): Professor Dr. Ulrich Liener, Professor Dr. Clemens Becker, Prof. Ursula Lehr, Professor Dr. Joachim Windolf, Professor Dr. Jürgen M. Bauer

(28.09.2018) Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) haben heute auf einer Pressekonferenz in Berlin das Weißbuch Alterstraumatologie vorgestellt. Es führt die wichtigsten Schritte einer guten Versorgung von älteren Patienten mit Knochenbrüchen auf. Kern der Behandlungsempfehlungen ist die Zusammenarbeit von Unfallchirurgen und Altersmedizinern in einem multiprofessionellen Team. Damit lässt sich laut einem aktuellen Studienergebnis die Sterblichkeit älterer Patienten nach einem Oberschenkelhalsbruch um mehr als 20 Prozent senken. Daher fordern beide Fachgesellschaften unter anderem die Übernahme ihrer Empfehlungen in die Regelversorgung. „Aufgrund der demografischen Entwicklung und der damit verbundenen rasanten Zunahme von Altersbrüchen müssen auch die Strukturen in der Alterstraumatologie mitwachsen“, betont DGU-Präsident Professor Dr. Joachim Windolf, Direktor der Klinik für Unfall- und Handchirurgie der Universitätsklinik Düsseldorf.