Dr. Andreas Leichter und Prof. Hortense Slevogt

(24.11.2022) Jetzt ist die beste Zeit für ältere Menschen, um sich gegen Grippe impfen zu lassen! Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) bestärken deshalb noch einmal die Empfehlung der Ständigen Impfkommission STIKO: Jeder Mensch über 60 Jahre sollte sich unbedingt neben einer vierten Corona-Impfung gegen das Influenza-Virus schützen. 90 Prozent der Grippe bedingten Todesfälle entfallen auf diese Altersgruppe. „Bei Ungeimpften beobachten wir insbesondere im ersten Monat nach der Influenza-Infektion häufiger Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Als Spätfolge kann nach mehr als zehn Jahren ein Morbus Parkinson auftreten“, warnt Dr. Andreas Leischker (Foto), Vertreter der DGG-Arbeitsgruppe Impfen. „Bei einer Influenza-Infektion kann sich im Verlauf der Erkrankung zusätzlich eine durch Pneumokokken-Bakterien verursachte Pneumonie, also Lungenentzündung, entwickeln, die zu besonders schweren Verläufen führt. Dieses Risiko, welches insbesondere ältere Patientinnen und Patienten betrifft, gilt es zu verhindern“, ergänzt Professorin Hortense Slevogt (Foto), Immunologin und Vorstandsmitglied der DGP. Sie ruft dazu auf, dass sich alle Risikogruppen vorsorglich impfen lassen sollten.

Neue Webinar-Reihe der DGG startet

(14.11.2022) Praxisnah. Interaktiv. Kostenlos. Ab Januar startet die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) an jedem zweiten Mittwochmittag im Monat, genau um 13:15 Uhr, interaktive State-of-the-art-Lectures mit namhaften Expertinnen und Experten aus der Geriatrie. Angesprochen werden sollen Ärztinnen und Ärzte, die in der Geriatrie arbeiten, sich jedoch in Weiterbildung für Innere Medizin, Allgemeinmedizin oder Neurologie befinden, Fachärztinnen und -ärzte in der Weiterbildung Geriatrie, an Geriatrie interessierte Ärztinnen und Ärzte, die aber derzeit in anderen Fachrichtungen tätig sind, wie auch Medizinstudierende. Das Webinar kann alleine vor einem Bildschirm verfolgt werden, soll aber ausdrücklich auch als interaktive Abteilungsfortbildung für Gruppen genutzt werden.

Professor Reinhard Lindner

(10.11.2022) Der Suizid stellt für Ärztinnen und Ärzte, auch in der Geriatrie, eine große Herausforderung dar. Besonders belastend werden oftmals Fragen nach Suizidmitteln sowie nach Assistenz beim Suizid erlebt. Die Arbeitsgruppe Gerontopsychosomatik der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) arbeitet daran, auf wissenschaftlicher Ebene neue Möglichkeiten der Suizidprävention zu entwickeln. Wissen, Haltungen und Einstellungen zum Suizid und zum assistierten Suizid sind Zentrum einer empirischen Untersuchung. Durch die aktuelle Umfrage der Arbeitsgruppe soll untersucht werden, welche Zusammenhänge zwischen Wissen und Einstellungen zu Suizid im Allgemeinen beziehungsweise zum assistierten Suizid unter Studierenden, Geriaterinnen und Geriatern sowie Palliativmedizinerinnen und -medizinern bestehen. Die Studie wird im Rahmen einer Promotion von Katrin Hohmann am Institut für Sozialwesen der Universität Kassel durchgeführt, die wissenschaftliche Leitung hat Professor Reinhard Lindner (Foto), Leiter der DGG-Arbeitsgruppe Gerontopsychosomatik. Nehmen Sie noch bis zum 13. Dezember an der Studienumfrage teil! 

Prof. Andreas Wiedemann

(09.11.2022) Welche neuen Wege gibt es in der Inkontinenztherapie? Welche Updates gibt es in der Urologie insgesamt? Und wer kann und sollte entsprechende Hilfs- und Heilmittel verordnen? Diese und viele andere – auch für Geriaterinnen und Geriater – spannende Fragen stehen im Fokus des Kongresses der Deutschen Kontinenz Gesellschaft in Frankfurt am Main am 11. und 12. November. Melden Sie sich jetzt noch kurzfristig an!

Dr. Christiane von Rothkirch und Dr. Martin Warnach
(31.10.2022) Bereits seit 2007 besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Mobile Rehabilitation (MoRe). Mit dem innovativen Behandlungskonzept können geriatrische, aber auch komplexgeschädigte jüngere Patientinnen und Patienten in ihrem ständigen Wohnumfeld versorgt werden – in der eigenen Wohnung, in einer stationären Pflegeeinrichtung oder in einer Wohneinrichtung der Behindertenhilfe. Diese patientenzentrierte, flexible Herangehensweise hat sich vor allem unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie erfolgreich bewährt. Warum die Patienten von Rehabilitation in den eigenen vier Wänden profitieren und welche Schlüsse daraus gezogen werden können, erklären Dr. Christiane von Rothkirch (Foto links), Medizinische Geschäftsführerin der MoRe Bremen und Dr. Martin Warnach (Foto rechts), Vorstand der BAG MoRe, im Doppelinterview.

Professor Hans-Jürgen Heppner

(27.10.2022) Zurück zu den Wurzeln: Professor Hans Jürgen Heppner, Past President der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) kehrt zurück nach Franken. Seit dem 1. Oktober ist der Altersmediziner Direktor der Klinik für Geriatrie am Klinikum Bayreuth. In diesem Zuge hat er den Ruf der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) auf den neu geschaffenen und primär klinisch orientierten Lehrstuhl für Geriatrie angenommen – den zweiten Altersmedizin-Lehrstuhl an der FAU. „So komme ich jetzt als W3-Ordinarius für Geriatrie an meine Alma Mater zurück und bin wieder ganz nah an meinem alten Zuhause. Die FAU Erlangen-Nürnberg setzt damit ein klares Zeichen für die akademische Geriatrie“, erklärt Heppner.