Prof. Dr. med. Hans Jürgen Heppner

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Mitglieder,

ich hoffe sehr, Sie konnten alle das vergangene Jahr gut ausklingen lassen und hatten einen guten Start in das neue Jahr 2019.

Wie Sie sich vorstellen können, habe auch ich ein paar Vorsätze für das neue Jahr und die Entwicklungen in der DGG. Das vergangene Jahr ging ja doch turbulent zu Ende: die Bundespressekonferenz zum Thema Alterstraumatologie, die Aussendung der Musterweiterbildungsordnung für die Humanmedizin, erneut leider ohne den bundesweiten Facharzt für Geriatrie, das bittere Bundessozialgerichtsurteil zur Dokumentation der geriatrischen Teamsitzungen mit der Änderungseingabe des OPS zur geriatrischen frührehabilitativen Komplexbehandlung beim DIMDI. In diesem Zusammenhang sind die Auswirkungen der anhängigen Kostenträgerklagen bei den Sozialgerichten noch überhaupt nicht absehbar. Und dann auch noch die Debatte um die Personaluntergrenzen in der Pflege, die ohne sinnvolle Einbeziehung der Geriatrie geführt wurde. Wir als DGG begrüßen grundsätzlich die Einführung der Personaluntergrenzen in der Geriatrie zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Pflegenden und zur Stabilisierung der hohen medizinischen Versorgungsqualität in Deutschland.

Dr. Tania Zieschang

(30.01.2018) Fast 1,6 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz. Ihre Behandlung stellt die Krankenhäuser vor eine besondere Herausforderung: Die Patienten bedürfen einer intensiven, fachgerechten Pflege, um einer Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten und der allgemeinen Gesundheit sowie der Entwicklung eines akuten Delirs während des Krankenhausaufenthaltes vorzubeugen. „Die Anzahl von älteren Patienten mit kognitiver Einschränkung nimmt deutlich zu“, sagt Dr. Tania Zieschang (Foto), Leiterin der Arbeitsgruppe Demenz der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). „Um eine gute Versorgung dieser Patienten zu gewährleisten, müssen sich Krankenhausstrukturen in der Breite verändern.“ Geschaffen wurden dafür spezielle „Special Care Units“ in bislang 44 deutschen Krankenhäusern. Die Arbeitsgruppe hat dafür eine detaillierte Übersicht zu allen Spezialstationen zusammengestellt.

Professor Hans Jürgen Heppner

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder,

das Jahr endet für uns Geriater mit einem gut sichtbaren Erfolg: Die Bundespressekonferenz zur Alterstraumatologie mit der Vorstellung des aktuellen Weißbuchs löste viel fachliches und journalistisches Interesse aus – mit Wirkung in die überregionale Presse hinein. Das Weißbuch führt die wichtigsten Schritte einer guten Versorgung von älteren Patienten mit Knochenbrüchen auf. In diesem Zusammenhang wurde auch die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Studie „Prävention, Therapie und Rehabilitation osteoporotischer Frakturen in benachteiligten Populationen“ (PROFinD) vorgestellt. Es konnte klar gezeigt werden, dass Morbidität und Mortalität durch das ortho-geriatrische Co-Management deutlich gesenkt werden. Besonders den Schulterschluss mit der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) ist hier ein Schritt in die richtige Richtung, um die weitere Annäherung zu festigen.

Kalender

(12.12.2018) Schon jetzt will das Jahr 2019 gut geplant sein. Denn es ist ein Jahr voll spannender Kongresse in Deutschland und international. Der Januar startet direkt mit der 6. Jahrestagung des Wissenschaftsforums Geriatrie, Anfang Mai folgt dann wie jedes Jahr die DGIM, unter anderem mit dem Hauptthema Komorbidität/Multimorbidität. Mitte des Monats findet dann der DGGPP-Kongress in Essen statt. Nach der Sommerpause folgt dann Anfang September der DGG-Jahreskongress in Frankfurt am Main, fast direkt im Anschluss der EuGMS-Kongress in Krakau.

Stühle

(12.12.2018) Mehr als 380.000-mal aufgerufen: Auch in seinem siebten Jahr konnte sich der Stellenmarkt der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) an führender Position behaupten und sich weiter als deutschlandweit intensiv genutzter Fachstellenmarkt für klinisch tätige Altersmediziner und Pflegepersonal etablieren. Von Jahresanfang bis Oktober wurden auf der Webseite der DGG rund 180 Anzeigen gebucht, direkt inmitten der Zielgruppe veröffentlicht und insgesamt 389.534-mal aufgerufen. 27 Anzeigen wurden zudem im Rahmen der Kongresspaketaktion als Aushang auf dem Kongress prominent platziert und erreichten dort mehr als 1.000 Altersmediziner aus ganz Deutschland.

Privatdozentin Dr. Katrin Singler

(28.11.2018) Sowohl die studentische Ausbildung, als auch die Weiterbildung im Fach Geriatrie variieren in Europa stark. Vor allem hinsichtlich der Dauer, den Inhalten und im Fall der prägraduellen Ausbildung auch hinsichtlich des Zeitpunktes, an dem Studierende erstmalig mit dem Fach Geriatrie in Berührung kommen. Nicht in jedem europäischen Land ist die Geriatrie eine eigene Sub-Spezialisierung. Nationale Curricula können ein wichtiger Beitrag sein, die Ausbildung zu harmonisieren und voranzubringen. Zu diesem Thema hat Privatdozentin Dr. Katrin Singler (Foto) intensiv geforscht. Sie ist Oberärztin der Geriatrischen Klinik am Klinikum Nürnberg sowie Mitarbeiterin am Institut für Biomedizin des Alterns an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Zudem ist Singler stellvertretende Leitung der DGG-Arbeitsgruppe „Notfall- und Intensivmedizin“. Sie sprach mit uns über das Ergebnis ihrer Arbeit: Europäische Empfehlungen für nationale Curricula in der Weiterbildung Geriatrie und Mindestkompetenzen für die studentische Ausbildung!