PD Dr. Andreas Wiedemann

(15.06.2016) Die Arbeitsgruppe Inkontinenz der DGG hat in akkurater Detailarbeit Studien zusammengetragen, gesichtet und mit Blick auf die Anwendung auf geriatrische Patienten bewertet. In der aktualisierten Fassung hat hierdurch die Leitlinie Harninkontinenz deshalb kürzlich den S2e-Status der AWMF erhalten. Damit ist nun auch offiziell bestätigt, dass eine systematische Evidenz-Recherche stattgefunden hat.

Die Leitlinie schlägt eine Bresche durch den Studiendschungel. „Viele Studien-Autoren definieren „ältere Patienten“ allein durch das Alter 65+. Das greift aber zu kurz!“, erklärt der Leiter der Arbeitsgruppe, PD Dr. Andreas Wiedemann. „Wir haben daher alle Studien-Ergebnisse genau geprüft, ob sie für geriatrische Patienten überhaupt relevant sind.“ So sind beispielsweise operative High-End-Methoden wie die sakrale Neuromodulation für geriatrische Patienten nicht geeignet.

(15.06.2016) Am kommenden Dienstag, 21.06, bringt der Deutschlandfunk eine Sendung zum Thema “Alterstraumatologie – Sturzgefahren für Senioren”. Zu Gast sind Prof. Dr. Steffen Ruchholtz, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Marburg und DGG-Präsident Dr. Rupert Püllen. Die Sendung “Sprechstunde” beginnt um 10.10 Uhr.

Wer keine Möglichkeit hat, die „Sprechstunde“ live zu hören, kann diese auch aufzeichnen. Hierfür bietet das Deutschlandradio ein eigenes Aufnahmetool an, den Deutschlandradio-Recorder. Sie müssen diesen jedoch vorab installieren. Klicken Sie hierfür in der Programmvorschau auf den Button „Aufnehmen“ neben der Sendung. Sie werden dann Schritt für Schritt durch die Installation geleitet.

Weitere Informationen zur Sendung

Dr. Andreas Leischker

Mareike Maurmann(08.06.2016) Bis zu zwei Drittel der geriatrischen Patienten sind von einer Mangelernährung betroffen. Dabei hat die Ernährung Auswirkungen auf Dauer und Erfolg von Therapien sowie Schwere und Häufigkeit von Komplikationen Wie Mediziner ihren Blick schulen und Konsequenzen ziehen können, darüber sprechen im Doppelinterview Ernährungswissenschaftlerin Mareike Maurmann, Meinerzhagen, und Dr. Andreas Leischker, Chefarzt der Klinik für Geriatrie am Alexianer in Krefeld.

Prof. Dr. Cornelius Bollheimer, Aachen

PD Dr. med. Jürgen M. Bauer, Heidelberg(01.06.2016) Das Jahr 2016 bringt gleich zwei große Meilensteine für Forschung und Lehre in der Geriatrie: Seit April 2016 ist Univ. Prof. Dr. Cornelius Bollheimer Inhaber des Lehrstuhls für Geriatrie und Altersmedizin an der RWTH Aachen. Zum Wintersemester wird auch die Geriatrie in Heidelberg gestärkt. Der President elect der DGG, PD Dr. Jürgen M. Bauer, übernimmt dort den neu geschaffenen Lehrstuhl für Geriatrie an der Medizinischen Fakultät. Der Lehrstuhl wird durch die Robert Bosch Stiftung gefördert.

Stethoskop Buch

(24.05.2016) Die Zahl der Weiterbildungsangebote in der Altersmedizin ist auch 2016 stark gestiegen. Nach den Angaben von Landes- und Bezirksärztekammern sind 780 Ärztinnen und Ärzte in Deutschland befugt, eine Weiterbildung zum Geriater anzubieten. Das sind 191 mehr als im Vorjahr – oder anders ausgedrückt: eine Steigerung um über 30 %. Damit setzt sich der positive Trend der letzten Jahre weiter fort (siehe Grafik).

Bild Hand am Treppengeländer

(11.05.2016) Es ist eine der größten Gesundheitskampagnen Deutschlands: Mehr als 10.000 Senioren will das Programm „Trittsicher durchs Leben“ bis Ende 2017 erreichen. Angeboten von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), dem Deutschen LandFrauenverband (DLV), dem Deutschen Turner-Bund (DTB) und dem Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart (RBK), werden Bewegungskurse, Vor-Ort-Beratungen und Osteoporose-Vorsorgetermine in ländlichen Regionen angeboten. Und das völlig kostenlos.

Auf dem Hof mitarbeiten, den Garten bestellen, Auto fahren oder mit den Enkeln spazieren gehen: Gerade auf dem Land ist es wichtig, bis ins hohe Alter aktiv zu bleiben – dabei stürzt etwa ein Drittel aller Menschen über 65 Jahre mindestens einmal im Jahr. Die Folgen sind oft schwere Frakturen wie Oberschenkelhalsbrüche, häufig gefolgt von einem Verlust der Autonomie oder gar Pflegebedürftigkeit. Das Programm „Trittsicher durchs Leben“ will daher betagten Menschen helfen, sicher mobil zu bleiben und somit ihre Selbständigkeit zu wahren.