Aktuelle Meldungen
Von Notfallmedizin bis KI: Posterpreise 2026 gehen nach Nürnberg, Lübeck, Neubrandenburg und Stralsund
101 Poster, drei One-Slide-One-Minute-Sessions und vier ausgezeichnete Arbeiten: Zum Abschluss des gemeinsamen Jahreskongresses von DGG und DGGG wurden Poster zu ganz unterschiedlichen Fragen aus Geriatrie und Gerontologie prämiert – von der präklinischen Notfallversorgung über psychische Gesundheit im Alter und den Einsatz von KI bis zur Versorgung nach einem Krankenhausaufenthalt. Die vier Posterpreise wurden gleichberechtigt vergeben und sind mit jeweils 300 Euro dotiert.
„Die Qualität der Poster spiegelt die hohe wissenschaftliche Qualität des gesamten Kongresses wider – mit hervorragenden Symposien und einer deutlich gestiegenen Teilnehmerzahl von knapp 1.200“, betont DGGG-Kongresspräsident Prof. Hans-Werner Wahl. „Das sind deutlich mehr als bei vergangenen gemeinsamen Kongressen!“
Linda Deißler erhält Bethesda Forschungspreis für neue Erkenntnisse zum Hydratationsstatus geriatrischer Patienten
Der mit 1.000 Euro dotierte Bethesda Forschungspreis des Wissenschaftsforums Geriatrie (WfG) geht in diesem Jahr an Dr. med. Linda Deißler (re.), ehemalige Doktorandin an der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg und jetzt Assistenzärztin am LMU Klinikum München (Arbeitsgruppe Geriatrie Prof. M. Drey). Ausgezeichnet wurde sie für die prospektive Beobachtungsstudie „Hydration Status in Geriatric Patients – Subjective Impression or Objective Parameter? The Hydr-Age-Study“. Als Erstautorin widmete sie sich zusammen mit ihrem Forschungsteam der wichtigen Frage, wie sich zuverlässig feststellen lässt, ob ältere Patientinnen und Patienten ausreichend mit Flüssigkeit versorgt sind. Denn gerade bei dieser Patientengruppe können Multimorbidität, Polypharmazie und kognitive Einschränkungen die Beurteilung erschweren.
Brückenbauerin zwischen Neurologie und Altersmedizin – Professorin Marija Djukic erhält den Schiffbauer-Ehrenpreis
Der mit 6.000 Euro dotierte Ehrenpreis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung geht dieses Jahr an Prof. Dr. med. Marija Djukic. Die Chefärztin des Geriatrischen Zentrums am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende wurde heute beim gemeinsamen Jahreskongress der DGG und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) in Frankfurt am Main ausgezeichnet. „Marija Djukic hat mit ihren wegweisenden klinisch-wissenschaftlichen Arbeiten zur Neuroinfektiologie und Liquordiagnostik wichtige Erkenntnisse geschaffen, die international Beachtung gefunden haben. Als Geriaterin hat sie die Verbindung von Neurologie und Altersmedizin maßgeblich vorangebracht und damit neue Impulse für die Versorgung hochaltriger und neurologisch erkrankter Menschen gesetzt“, würdigte DGG-Präsident Prof. Michael Denkinger. „Darüber hinaus hat sich die Preisträgerin über viele Jahre mit außerordentlichem Engagement in der DGG eingebracht und die wissenschaftliche und strategische Weiterentwicklung unseres Faches nachhaltig geprägt.“
Dr. Johannes Trabert erhält Schiffbauer-Förderpreis für vereinfachtes Depressions-Screening bei älteren Menschen
Zwei Fragen und eine große Wirkung: Der mit 3.000 Euro dotierte Förderpreis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung geht in diesem Jahr an Dr. Johannes Trabert. Der Neurogeriater aus dem AGAPLESION Markus Krankenhaus in Frankfurt am Main hat gemeinsam mit einem interdisziplinären Forschungsteam untersucht, wie sich depressive Symptome bei akut stationär behandelten älteren Menschen schnell und zuverlässig erkennen lassen. Das Team verglich dafür den Zwei-Fragen-Test nach Whooley mit der etablierten 15-Item-Geriatrischen Depressionsskala (GDS-15). Das Ergebnis: Der Whooley-Test erwies sich trotz seiner Einfachheit und Kürze als besonders sensitiv und liefert gerade bei älteren Menschen mit kognitiven oder funktionellen Einschränkungen wichtige diagnostische Vorteile. Die Erkenntnisse sind inzwischen auch in die S1-Leitlinie „Geriatrisches Assessment der Stufe 2“ eingeflossen. Die Auszeichnung wurde heute im Rahmen des Jahreskongresses der DGG und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) in Frankfurt überreicht.
Prof. Dr. Andreas Simm erhält Großen Preis der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie über 10.000 Euro
Vom Altern des Herz-Kreislauf-Systems über die Entstehung von Lungenkrebs im Alter bis hin zum Zusammenhang von sozialen Faktoren und Biomarkern: Mit solchen vielfältigen und essenziellen Fragestellungen beschäftigt sich Prof. Dr. Andreas Simm seit vielen Jahren. Für seine herausragenden Leistungen in der Alternsforschung wurde dem Professor für Molekulare Herz- und Thoraxchirurgie und Direktor des Zentrums für Medizinische Grundlagenforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg nun der Große Preis der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) beim gemeinsamen Jahreskongress der DGGG und DGG in Frankfurt am Main verliehen. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt seine Forschung zu den biologischen Mechanismen des Alterns ebenso wie sein langjähriges Engagement für eine interdisziplinäre Gerontologie.
Wilhelm Woort-Förderpreis – Mit Mindmaps und Virtual Reality dem gesunden Altern auf der Spur
Vor rund einem Jahr wurden Stella Wernicke (re.), University of Cambridge, und Privatdozentin Dr. med. Alexa Häger (li.), Uniklinik RWTH Aachen-Klinik für Neurologie/Forschungszentrum Jülich, mit dem mit insgesamt 25.000 Euro dotierten Wilhelm Woort-Förderpreis für Alternsforschung ausgezeichnet. Wernicke erforscht in ihrer Promotion mit Virtual-Reality- und computerbasierten Studien, wie sich das räumliche Arbeitsgedächtnis von jungen und älteren Erwachsenen unterscheidet. Häger untersucht metabolische Veränderungen im alternden Gehirn mittels Bildgebungsverfahren, um frühzeitig etwa Risiken für die Entwicklung einer Demenz zu erkennen. Beim gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) und der DGG in Frankfurt am Main gaben die beiden preisgekrönten jungen Wissenschaftlerinnen nun tiefe Einblicke in aktuelle Ergebnisse ihrer wegweisenden Projekte.
Alle willkommen: Jahresbeitrag geschenkt!

Für Pflegefachpersonen, Ergotherapeut:innen, Physiotherapeut:innen, Psycholog:innen, Logopäd:innen, Mitarbeitende der Sozialdienste, Physician Assistants, Sportwissenschaftler:innen u.a. im geriatrischen Team ist die Mitgliedschaft in der DGG für dieses Jahr kostenlos. Jetzt Vorteile nutzen!
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