Professor Reinhard Lindner

(18.06.2019) Die Suizidraten bei älteren Menschen sind in Deutschland höher als in allen anderen Altersgruppen. An vielen Stellen bestehen zudem große Informationslücken, was Prävention, Aufklärung und die Vernetzung von betroffenen Institutionen wie Pflegeheimen oder Krankenhäusern angeht. Die vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderte Studie „Suizidprävention Deutschland. Aktueller Stand und Perspektiven“ will jetzt mit einer umfassenden Erhebung und Analyse für mehr Transparenz sorgen und Hilfestellungen zur Suizidprävention geben. Professor Reinhard Lindner (Foto), Leiter der Arbeitsgruppe Gerontopsychosomatik der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG), ist im Rahmen des Projekts Sprecher der Arbeitsgruppe „Alte Menschen“. Im Interview erklärt er, wie speziell Altersmediziner von den Studienergebnissen in der Praxis profitieren können – und wie sie die Studie zu diesem bedeutenden Thema unterstützen können.

Martin Wehling

(04.06.2019) Zeitdruck bei der Behandlung und unerwünschte Nebenwirkungen von verschriebenen Medikamenten – das sind nur zwei Herausforderungen, denen Ärzte bei der Behandlung älterer Menschen gegenüberstehen. Falsch dosierte oder falsch angewendete Arzneimittel können zu Komplikationen führen, doch die Behandlungszeit bei Hausärzten liegt durchschnittlich bei nur acht Minuten pro Patient. „Da muss die Sichtung der zahlreichen vorhandenen Arzneimittel schnell gehen und dennoch auf den Patienten abgestimmt sein“, sagt Professor Martin Wehling, Direktor der Klinischen Pharmakologie an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Gemeinsam mit seinem Team hat er eine App entwickelt, die genau auf diese Probleme zielt. Die App gibt jetzt für den gesamten deutschsprachigen Raum.

Prof. Dr. Reinhard Lindner

(08.05.2019) Im Vordergrund standen Vorträge von Nachwuchswissenschaftlern und intensive Diskussionen: Die inzwischen sechste Jahrestagung des Wissenschaftsforums Geriatrie (WfG) fand Mitte Januar in Berlin statt. Zudem wurde turnusgemäß ein Teil des Vorstandes neu gewählt: Professor Reinhard Lindner (Foto) aus Kassel löst Professorin M. Cristina Pollidori als erster Vorsitzender ab, Privatdozent Dr. Alexander Rösler aus Hamburg folgt Dr. Adrian Rosada als zweiter Vorsitzender. „Die beiden ausscheidenden Vorstandsmitglieder haben das Wissenschaftsforum weiter vorangebracht und wir danken ihnen herzlich für ihre Arbeit“, sagt Lindner.

Marktplatz von Halle (Saale)

(08.05.2019) Schon jetzt laden Sie die beiden Kongresspräsidenten Professor Rainer Wirth (Deutsche Gesellschaft für Geriatrie) und Professor Andreas Simm (Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie) dazu ein, sich den Termin für den gemeinsamen Jahreskongress 2020 vorzumerken: Vom 2. bis 5. September 2020 findet der Deutsche Gerontologie- und Geriatrie-Kongress zusammen mit den Partner-Fachgesellschaften aus Österreich und der Schweiz unter dem Motto „Junge Ideen für alte Menschen – von der Epigenetik bis zur Lebenswelt“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt. Neben spannenden Themen aus Gerontologie und Geriatrie planen die Kongresspräsidenten auch einen durchgehenden Strang englischsprachiger Vorträge, um auch für die internationalen Referenten und Gäste attraktiv zu sein. Über weitere Planungsdetails werden wir Sie regelmäßig informieren.

Stühle

(30.04.2019) Ein neuer Lehrstuhl für Geriatrie in Deutschland ist zu besetzen: An der medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg soll eine Professur für Geriatrie besetzt werden. Die erstmalig zu besetzende Stelle wurde im Zuge eines Projektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ins Leben gerufen. Mit der Position ist die Leitung des „Zentrums für Altersmedizin im Südlichen Sachsen-Anhalt“ verbunden sowie die Chefarztposition Geriatrie am Standort Merseburg des Carl-von-Basedow-Klinikums und die Leitung des Bereiches für Geriatrie im Universitätsklinikum Halle (Saale). Die Professur soll neue Entwicklungen auf dem Feld der Versorgung geriatrischer Patienten vorantreiben.

Außenansicht RheinMain CongressCenter

(24.04.2019) Besser vorbereitet nach Wiesbaden: Wer vom 4. bis 7. Mai als Teilnehmer auf den Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) fährt, sollte auf keinen Fall die „Programmübersicht Geriatrie“ in seinen Unterlagen vergessen. Dr. Walter Swoboda, Chefarzt der Klinik für Geriatrie und Innere Medizin am Klinikum Main-Spessart in Marktheidenfeld, war so freundlich, auf 21 Seiten die wichtigsten Vorträge und klinischen Symposien aus Sicht des Geriaters zusammenzustellen.