Professor Reinhard Lindner

(13.03.19) Vorstandswechsel im Wissenschaftsforum Geriatrie (WfG): Bei der Jahresversammlung Mitte Januar wurde Professor Reinhard Lindner (Foto), Inhaber der Professur für Theorie, Empirie und Methoden der Sozialen Therapie an der Universität Kassel, zum neuen Vorsitzenden gewählt. „Mein Anliegen für die kommenden Monate ist, die wissenschaftliche Arbeit zwischen erfahrenen Geriatern und jungen Ärzten zu fördern“, so der Leiter der Arbeitsgruppe Psychosomatik der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG).

Dr. Rainer Neubart

(27.02.2019) Aktiver Einsatz für die Geriatrie im Pflegeheim: Dr. Rainer Neubart hat die neue DGG-Arbeitsgruppe „Geriatrie im Pflegeheim“ ins Leben gerufen, der schon zur Gründung mehr als 30 Interessierte beigetreten sind. Rund 800.000 Menschen leben in deutschen Pflegeheimen. Die Mehrzahl von ihnen ist alt, krank und eben pflegebedürftig. „Im Idealfall stellen Pflegeheime eine Domäne der Geriatrie dar. Doch diese wichtigen Zusammenhänge sind in den vergangenen Jahren auch in der geriatrischen Forschung nach unserer Überzeugung nicht genügend beachtet worden“, sagt Neubart, Wissenschaftler am Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie Vorstand der Geriatrischen Akademie Brandenburg. Im Interview spricht der Mediziner über seine Ziele, warum die neue AG „Geriatrie im Pflegeheim“ so wichtig ist, was sie macht und wie sich Interessierte daran beteiligen können.

Zeitungsstapel

(13.02.2019) Mehr Abdrucke, mehr Anfragen und mehr Zugriffe als je zuvor – die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) bringt sich mit ihren Themen noch intensiver ins Gespräch. Nach der Auswertung des Presseclippings des vergangenen Jahres sowie einem Rückblick auf die Zugriffszahlen der DGG-Homepage freut sich der Vorstand erneut über sehr gute Ergebnisse. „Die Erfolge unserer Pressearbeit sind Monat für Monat sehr deutlich zu sehen. Ich freue mich, dass wir beispielsweise mit unserem Thema Alterstraumatologie auf der Titelseite der Süddeutschen Zeitung berücksichtigt wurden“, sagt DGG-Präsident Professor Hans Jürgen Heppner. „Die intensive Kontaktpflege zu Medizin- und Wissenschaftsjournalisten sowie Vertretern der Publikumsmedien zahlt sich aus. Unsere Gesellschaft und somit auch unser Fach haben 2018 eine noch größere Medien-Reichweite erzielt – wir werden immer sichtbarer für immer mehr Menschen.“

Prof. Dr. med. Hans Jürgen Heppner

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Mitglieder,

ich hoffe sehr, Sie konnten alle das vergangene Jahr gut ausklingen lassen und hatten einen guten Start in das neue Jahr 2019.

Wie Sie sich vorstellen können, habe auch ich ein paar Vorsätze für das neue Jahr und die Entwicklungen in der DGG. Das vergangene Jahr ging ja doch turbulent zu Ende: die Bundespressekonferenz zum Thema Alterstraumatologie, die Aussendung der Musterweiterbildungsordnung für die Humanmedizin, erneut leider ohne den bundesweiten Facharzt für Geriatrie, das bittere Bundessozialgerichtsurteil zur Dokumentation der geriatrischen Teamsitzungen mit der Änderungseingabe des OPS zur geriatrischen frührehabilitativen Komplexbehandlung beim DIMDI. In diesem Zusammenhang sind die Auswirkungen der anhängigen Kostenträgerklagen bei den Sozialgerichten noch überhaupt nicht absehbar. Und dann auch noch die Debatte um die Personaluntergrenzen in der Pflege, die ohne sinnvolle Einbeziehung der Geriatrie geführt wurde. Wir als DGG begrüßen grundsätzlich die Einführung der Personaluntergrenzen in der Geriatrie zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Pflegenden und zur Stabilisierung der hohen medizinischen Versorgungsqualität in Deutschland.

Dr. Tania Zieschang

(30.01.2018) Fast 1,6 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz. Ihre Behandlung stellt die Krankenhäuser vor eine besondere Herausforderung: Die Patienten bedürfen einer intensiven, fachgerechten Pflege, um einer Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten und der allgemeinen Gesundheit sowie der Entwicklung eines akuten Delirs während des Krankenhausaufenthaltes vorzubeugen. „Die Anzahl von älteren Patienten mit kognitiver Einschränkung nimmt deutlich zu“, sagt Dr. Tania Zieschang (Foto), Leiterin der Arbeitsgruppe Demenz der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). „Um eine gute Versorgung dieser Patienten zu gewährleisten, müssen sich Krankenhausstrukturen in der Breite verändern.“ Geschaffen wurden dafür spezielle „Special Care Units“ in bislang 44 deutschen Krankenhäusern. Die Arbeitsgruppe hat dafür eine detaillierte Übersicht zu allen Spezialstationen zusammengestellt.

Professor Hans Jürgen Heppner

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder,

das Jahr endet für uns Geriater mit einem gut sichtbaren Erfolg: Die Bundespressekonferenz zur Alterstraumatologie mit der Vorstellung des aktuellen Weißbuchs löste viel fachliches und journalistisches Interesse aus – mit Wirkung in die überregionale Presse hinein. Das Weißbuch führt die wichtigsten Schritte einer guten Versorgung von älteren Patienten mit Knochenbrüchen auf. In diesem Zusammenhang wurde auch die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Studie „Prävention, Therapie und Rehabilitation osteoporotischer Frakturen in benachteiligten Populationen“ (PROFinD) vorgestellt. Es konnte klar gezeigt werden, dass Morbidität und Mortalität durch das ortho-geriatrische Co-Management deutlich gesenkt werden. Besonders den Schulterschluss mit der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) ist hier ein Schritt in die richtige Richtung, um die weitere Annäherung zu festigen.