Arzt mit Megafon

(23.03.2017) Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) ruft dazu auf, gemeinsam den Stellenwert der internistischen Intensiv-und Notfallmedizin in Deutschland zu stärken! Anfang März veröffentlichten die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) und die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) ein gemeinsam erarbeitetes Positionspapier zur Bedeutung und Weiterentwicklung der internistischen Intensivmedizin in Deutschland. Der Aufruf wurde ebenfalls von allen internistischen Fachgesellschaften und dem Berufsverband Deutscher Internisten unterzeichnet – also auch von der DGG.

„Viele der Erkrankungen, die wir auf Intensivstationen sehen, haben ihren Ursprung im medizinisch internistischen Bereich“, erklärt der President-elect der DGG, Professor Hans Jürgen Heppner, sein Engagement. „Eine schwere Lungenentzündung mit Lungenversagen oder eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung können wir nicht nur von Chirurgen oder Anästhesisten behandeln lassen. Es sind klassische Fälle der inneren Medizin mit einem schweren, kritischen Verlauf.“ Heppner selbst ist aktiver Notarzt und ausgebildeter Intensivmediziner. Deshalb fordert er: „Die internistische Fachexpertise eines Facharztes gehört in solchen Fällen dazu!“

Alte Dame spielt Memory mit Pflegerin

(15.03.2017) Menschen mit Demenz haben ein deutlich höheres Risiko ins Krankenhaus eingewiesen zu werden als ihre Altersgenossen. Werden deren besondere Bedürfnisse während eines Krankenhausaufenthaltes nicht erkannt, kann dies zu einer Verschlechterung der Demenz führen. Eine bedarfsgerechte Versorgung ist daher von besonderer Wichtigkeit. Hier lohnt ein Blick nach Norwegen. Dort hat sich ein facettenreiches Versorgungsangebot entwickelt, das unterschiedliche Angebote für eine nachhaltige, integrierte und koordinierte Versorgung für Patienten mit Demenz vorsieht.

Die Robert Bosch Stiftung fördert daher im Rahmen des Programms „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ eine Studienreise nach Norwegen. Sie findet vom 29. Mai bis 2. Juni 2017 statt. Unter der Führung von Fachexperten werden erfolgreiche modellhafte Einrichtungen besucht.

Kongress-Programm der 123. DGIM-Jahrestagung jetzt online

(08.03.2017) Das Kongressprogramm der 123. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) ist jetzt online. Vom 29. April bis 2. Mai treffen sich im Mannheimer Congress Center Rosengarten rund 8.000 Internisten, um unter dem Leitthema „Versorgung der Zukunft: Patientenorientiert, integriert und ökonomisch zugleich“ wichtige Aufgaben des Faches zu diskutieren. Insgesamt finden rund 1.800 Vorträge, Sitzungen und Poster-Sessions statt.

Kongresspräsidentin Professor Dr. med. Petra-Maria Schumm-Draeger aus München stellt in ihrem Ankündigungsvideo die Frage in den Raum, inwieweit eine werteorientierte, individualisierte und fürsorgliche Medizin in unserem Gesundheitssystem zukünftig sichergestellt und bewahrt werden kann. Dabei soll auch das Spannungsfeld zwischen ökonomisch orientierten Zielvorgaben und dem Qualitätsanspruch der Medizin beleuchtet werden.

BVG Kongress für Altersmedizin

(27.02.2017) Der Bundesverband Geratrie hebt – gemeinsam mit zwei Landesverbänden – einen neuen Kongress aus der Taufe: Vom 4.–5. Mai 2017 findet in Berlin der „Kongress für Altersmedizin“ statt.

Das Konzept des Kongresses sieht vor, dem gesamten multiprofessionellen geriatrischen Team aus Ärzten, Pflegenden und Therapeuten professionelle Fortbildungsmöglichkeiten zu bieten. Inhaltliche Schwerpunkte sind in diesem Jahr die Themen Schlaganfall, Demenz und Ethik. 

Prof. Dr. Dr. Cristina Polidori

(21.02.17) Vorstandswechsel im Wissenschaftsforum Geriatrie (WFG): Bei der Jahresversammlung Mitte Januar wurde Frau Prof. Dr. Dr. M. Cristina Polidori zur neuen ersten Vorsitzenden gewählt. „Mein Hauptanliegen ist es, die gemeinsame Arbeit zwischen erfahrenen Geriatern und jungen Ärzten zu unterstützen", so die Leiterin des Schwerpunkts für Klinische Altersforschung an der Klinik II für Innere Medizin der Uniklinik Köln.

„Das gemeinsame Ziel ist die Vernetzung der Geriater, die sich mit klinischer Forschung beschäftigen.“ Der neue Vorstand wird die Ziele engagiert weiterverfolgen, die bei der Gründung 2013 von den ehemaligen BOSCH-Stipendiaten formuliert wurden: Das WFG ist ein Platz für Austausch!

„Wir sind eine Gruppe von erfahrenen Geriatern im Bereich der Forschung", erklärt die neue Vorsitzende Polidori. „Wir möchten unser Know-how teilen. Und wir möchten ein Forum für junge Geriater sein!“ So kann der Austausch mit aktiven Forschern dem Nachwuchs dabei helfen, die eigenen Ziele zu definieren und Forschungsziele zu entwickeln.

PD Dr. Reinhard Lindner, Dr. Gabriele Röhrig-Herzog

(07.02.2017) Alte Menschen haben oft mit körperlichen Problemen zu kämpfen, die untrennbar mit belastendem psychischen Erleben verbunden sind. „Höchste Zeit also, dass wir in der Geriatrie die Krankheitsprozesse im Alter unter der andauernd gemeinsamen Prämisse von Soma und Psyche sehen“, sagt Privatdozent Dr. Reinhard Lindner, seit 2012 Oberarzt für Gerontopsychosomatik und Alterspsychotherapie an der Medizinisch-Geriatrischen Klinik Albertinen-Haus in Hamburg. Zusammen mit Dr. Gabriele Röhrig-Herzog von der Uniklinik Köln / St. Marien-Hospital Köln hat er die neue DGG-Arbeitsgruppe Psychosomatik ins Leben gerufen. „Die AG soll als Schnittstelle fungieren, um Geriatrie und Psychosomatik miteinander zu verbinden“, so Lindner, der die Gruppe leitet.