Prof. Roland Hardt

(13.06.2018) Die Herzinsuffizienz ist ein Krankheitsbild, dessen Prävalenz mit steigendem Alter sehr stark zunimmt. Im Gegensatz zu jüngeren leiden ältere Patienten jedoch häufig unter weiteren Erkrankungen – dies gilt es insbesondere bei der medikamentösen Behandlung zu berücksichtigen. In der überarbeiteten Nationalen Versorgungsleitlinie Herzinsuffizienz werden neuste wissenschaftliche Erkenntnisse dazu berücksichtigt und Geriatern wertvolle Informationen zum Versorgungsalltag an die Hand gegeben. Aufgrund einiger neuer medizinischer Erkenntnisse war eine Überarbeitung der ursprünglichen Fassung aus 2009 dringend notwendig geworden. Über die Neuerungen der Leitlinie haben wir mit Professor Roland Hardt gesprochen. Er ist Leiter der Arbeitsgruppe Kardiologie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und Leiter der Abteilung Geriatrie im Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin in Mainz. Hardt hat die Interessen der Geriater bei der Leitlinienüberarbeitung eingebracht.

 Privatdozent Dr. Matthias Schuler

(06.06.2018) Das ist auffällig: Ungefähr sechs von zehn Bewohnern einer Altenpflegeeinrichtung leiden unter Schmerzen. „Ältere Menschen äußern ihren Schmerz aber viel seltener als jüngere, weil sie häufig glauben, dass er zum Alter dazugehört“, sagt Privatdozent Dr. Matthias Schuler, Mitglied des gemeinsamen Arbeitskreises „Schmerz und Alter“ der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Schmerzgesellschaft sowie Chefarzt der Klinik für Geriatrie und Palliativmedizin am Diakonissenkrankenhaus Mannheim. Damit Pflegekräfte und Ärzte Schmerzen bei Heimbewohnern besser erkennen, einschätzen und schließlich auch behandeln können, hat eine interdisziplinäre Expertengruppe eine S3-Leitlinie zum Thema „Schmerz-Assessment bei älteren Menschen in der vollstationären Altenhilfe“ entwickelt. Im Interview spricht Schuler mit uns über die wesentlichen Inhalte der Leitlinie sowie über die Herausforderungen von Pflegekräften und Ärzten.

Dr. Mathias Pfisterer, Quelle: AGAPLESION ELISABETHENSTIFT Darmstadt

(23.05.2018) Jetzt wählen gehen: Vom 24. Mai bis 6. Juni 2018 wird die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen für die nächsten fünf Jahre gewählt. Geriater waren bisher noch nie Teil der Versammlung – doch das soll sich nun ändern: Erstmals tritt die Liste „Ärztinnen und Ärzte pro Alter“ an, mit sieben Kandidaten, um sich explizit für die Altersmedizin stark zu machen. Spitzenkandidat ist Privatdozent Dr. Mathias Pfisterer (Foto), Chefarzt der Klinik für Geriatrische Medizin und Zentrum für Palliativmedizin/Institut für Hospiz- und Palliativforschung am Agaplesion Elisabethenstift in Darmstadt. Wir sprachen mit dem Leiter der Arbeitsgruppe Palliativmedizin der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) darüber, warum Altersmediziner endlich in der Kammer vertreten sein sollten, und welche Signalwirkung das auf Bundesebene haben könnte.

Dr. med. Gabriele Röhrig-Herzog, MPH

(18.04.2018) „Anämie beim älteren Menschen ist keine normale Alterserscheinung, sondern gehört abgeklärt“, sagt Dr. Gabriele Röhrig (Foto), Leiterin der Arbeitsgruppe Anämie im Alter der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und Oberärztin im Medizinischen Versorgungszentrum Medicum Köln Ost, wo sie gerade das Zentrum für spezialisierte geriatrische Diagnostik (ZGD) aufbaut. Zusammen mit drei weiteren Wissenschaftlern aus Köln, Hamburg und Mannheim hat sie nun die Belege dafür zusammengetragen, dass bei älteren Patienten dieselben Grenzwerte für Blutanalysen gelten wie bei jüngeren Patienten. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in einem neuen Positionspapier veröffentlicht.

Kongresspräsident Professor Cornel Sieber

(11.04.2018) In wenigen Tagen geht es los und die Teilnahme für Geriater lohnt sich besonders: Am 14. April 2018 startet die 124. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) im Mannheimer Congress Center Rosengarten. Vier Tage lang werden rund 8.000 Internisten unter dem Leitthema „Innere Medizin – Medizin für den ganzen Menschen“ intensiv über ihr Fachgebiet diskutieren und sich miteinander austauschen. Besonders attraktiv ist die bedeutende Veranstaltung in diesem Jahr für Geriater: Dafür sorgt Kongresspräsident Professor Cornel Sieber (Foto), Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie am Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg sowie Direktor des Instituts für Biomedizin des Alterns der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), der zudem als erster Geriater überhaupt den Vorsitz der DGIM innehat. Wir sprachen mit dem engagierten Altersmediziner über die Situation und Entwicklung seines Fachgebietes in Deutschland, den geriatrischen Schwerpunkt beim Kongress und warum es lohnt, sich dort – auch noch kurzfristig – anzumelden.