Dr. Mathias Pfisterer, Quelle: AGAPLESION ELISABETHENSTIFT Darmstadt

(23.05.2018) Jetzt wählen gehen: Vom 24. Mai bis 6. Juni 2018 wird die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen für die nächsten fünf Jahre gewählt. Geriater waren bisher noch nie Teil der Versammlung – doch das soll sich nun ändern: Erstmals tritt die Liste „Ärztinnen und Ärzte pro Alter“ an, mit sieben Kandidaten, um sich explizit für die Altersmedizin stark zu machen. Spitzenkandidat ist Privatdozent Dr. Mathias Pfisterer (Foto), Chefarzt der Klinik für Geriatrische Medizin und Zentrum für Palliativmedizin/Institut für Hospiz- und Palliativforschung am Agaplesion Elisabethenstift in Darmstadt. Wir sprachen mit dem Leiter der Arbeitsgruppe Palliativmedizin der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) darüber, warum Altersmediziner endlich in der Kammer vertreten sein sollten, und welche Signalwirkung das auf Bundesebene haben könnte.

Dr. med. Gabriele Röhrig-Herzog, MPH

(18.04.2018) „Anämie beim älteren Menschen ist keine normale Alterserscheinung, sondern gehört abgeklärt“, sagt Dr. Gabriele Röhrig (Foto), Leiterin der Arbeitsgruppe Anämie im Alter der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und Oberärztin im Medizinischen Versorgungszentrum Medicum Köln Ost, wo sie gerade das Zentrum für spezialisierte geriatrische Diagnostik (ZGD) aufbaut. Zusammen mit drei weiteren Wissenschaftlern aus Köln, Hamburg und Mannheim hat sie nun die Belege dafür zusammengetragen, dass bei älteren Patienten dieselben Grenzwerte für Blutanalysen gelten wie bei jüngeren Patienten. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in einem neuen Positionspapier veröffentlicht.

Kongresspräsident Professor Cornel Sieber

(11.04.2018) In wenigen Tagen geht es los und die Teilnahme für Geriater lohnt sich besonders: Am 14. April 2018 startet die 124. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) im Mannheimer Congress Center Rosengarten. Vier Tage lang werden rund 8.000 Internisten unter dem Leitthema „Innere Medizin – Medizin für den ganzen Menschen“ intensiv über ihr Fachgebiet diskutieren und sich miteinander austauschen. Besonders attraktiv ist die bedeutende Veranstaltung in diesem Jahr für Geriater: Dafür sorgt Kongresspräsident Professor Cornel Sieber (Foto), Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie am Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg sowie Direktor des Instituts für Biomedizin des Alterns der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), der zudem als erster Geriater überhaupt den Vorsitz der DGIM innehat. Wir sprachen mit dem engagierten Altersmediziner über die Situation und Entwicklung seines Fachgebietes in Deutschland, den geriatrischen Schwerpunkt beim Kongress und warum es lohnt, sich dort – auch noch kurzfristig – anzumelden.

Professorin M. Cristina Polidori

(07.03.2018) Die stärkere Vernetzung von Geriatern im In- und Ausland, die Unterstützung der klinischen Forschung sowie die Förderung von Nachwuchswissenschaftlern – das sind die Ziele des Wissenschaftsforums Geriatrie (WfG). Seit einem Jahr ist Professorin M. Cristina Polidori (Foto) Vorsitzende des WfG. Zeit für eine erste Bilanz: Polidori leitet die Klinische Altersforschung an der Klinik II für Innere Medizin der Uniklinik Köln. Ihr besonderes Anliegen ist es, das geballte Know-how des Wissenschaftsforums vor allem für junge Geriater verfügbar zu machen. Mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) will Polidori nun eine Bestandsaufnahme der Geriatrie in Europa vorlegen. Im Interview spricht die Forscherin über die bisherige Arbeit des Wissenschaftsforums Geriatrie und den Start einer groß angelegten multizentrischen Studie.

rivatdozent Dr. Michael Drey, Bereichsleiter Akutgeriatrie der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV des Uniklinikums München

(07.02.2018) Altersbedingter Muskel- und Funktionsabbau, also Sarkopenie, ist ein häufig auftretendes Phänomen in der geriatrischen Praxis. Bisher gab es keinen speziellen Diagnoseschlüssel für dieses komplexe Krankheitsbild in Deutschland. Das hat sich zum Jahresbeginn geändert. Seit dem 1. Januar kann der sogenannte ICD-Code "M62.50" zur Bestimmung verwendet werden. Der Schlüssel ist aufgeführt im Katalog "ICD-10-GM Version 2018" des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). Privatdozent Dr. Michael Drey (Foto), Bereichsleiter Akutgeriatrie der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV des Uniklinikums München, war maßgeblich an dieser wichtigen Einführung beteiligt. Im Interview spricht er darüber, was der neue Diagnoseschlüssel für die tägliche Arbeit des Geriaters, des Hausarztes und auch für den Patienten bedeutet.